Dow Jones bricht ein: Anleger fürchten US-Angriff auf Iran
Militärischer Aufmarsch der USA im Nahen Osten versetzt Märkte in Alarmbereitschaft und treibt Ölpreise nach oben.

Der Dow Jones Industrial Average hat am Donnerstag mehr als 260 Punkte verloren. Auslöser war die wachsende Sorge unter Investoren, dass die USA einen Militärschlag gegen den Iran vorbereiten könnten. Gleichzeitig zogen die Ölpreise deutlich an – ein klassisches Muster in Zeiten geopolitischer Spannungen.
Die USA haben Berichten zufolge Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe in der Nahost-Region stationiert. Analysten sehen darin ein erhöhtes Risiko für einen Angriff auf das iranische Atomprogramm oder das Raketenarsenal – oder sogar einen Versuch, das Regime in Teheran zu destabilisieren. Die Märkte reagieren auf diese Unsicherheit mit klassischer Risikoaversion.
Straße von Hormus als Schlüsselrisiko
Im Mittelpunkt der Marktsorgen steht die Straße von Hormus – die bedeutendste Ölhandelsroute der Welt. Täglich passieren rund 20 Millionen Barrel Rohöl diese enge Meerenge zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel. Das entspricht fast einem Fünftel der gesamten weltweiten Ölnachfrage.
Analysten warnen, dass der Iran im Falle eines Angriffs die Straße von Hormus sperren könnte. Eine solche Eskalation würde die globale Ölversorgung massiv gefährden und die Energiepreise weltweit in die Höhe treiben. Für Deutschland als stark energieabhängige Volkswirtschaft wären die Folgen erheblich.
Die Kombination aus fallendem Aktienmarkt und steigenden Ölpreisen signalisiert, dass Investoren gezielt sichere Häfen ansteuern. Rohstoffe, insbesondere Öl, gelten in geopolitischen Krisen als Absicherungsinstrument. Anleger sollten die Entwicklungen im Nahen Osten in den kommenden Tagen genau beobachten.
