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Dollar und Euro stagnieren vor US-Inflationsdaten und Hormus-Krise

Devisenmärkte konsolidieren sich angesichts schwacher US-Jobdaten, steigender Ölpreise und bevorstehender Inflationszahlen.

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Dollar und Euro stagnieren vor US-Inflationsdaten und Hormus-Krise

Der US-Dollar, der Euro und der australische Dollar notierten am Dienstag nahezu unverändert. Der Dollar Spot Index hielt sich stabil bei 99,84, während der Euro unverändert nahe 1,1540 US-Dollar verharrte. Der australische Dollar notierte ebenfalls flach bei 0,7055 US-Dollar. Die ruhige Sitzung an den globalen Devisenhandelsplätzen täuscht jedoch über ein zunehmend komplexes makroökonomisches Umfeld hinweg.

Die Devisenmärkte befinden sich in einer Konsolidierungsphase, in der Händler einen überraschenden Rückgang der US-Beschäftigungszahlen gegen steigende Rohölpreise und bevorstehende Inflationsdaten abwägen. Diese Faktoren könnten die globale Geldpolitik bis weit in den Herbst hinein bestimmen.

Schwache US-Jobdaten belasten den Dollar

Verkaufsdruck belastete den Greenback, nachdem Daten des US-Arbeitsministeriums einen unerwarteten Rückgang von 23.000 Stellen im Juli sowie deutliche Abwärtskorrekturen für die Vormonate gezeigt hatten. Die schwachen Arbeitsmarktdaten machten aggressive Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im September abrupt zunichte. Dies drückte die globalen Staatsanleiherenditen nach unten und warf den Dollar von seinen Sommerhochs zurück.

Ein potenzieller stärkerer Einbruch des Dollars wurde jedoch durch einen erneuten Anstieg der Energiekosten und geopolitische Spannungen am Persischen Golf gebremst. Die Rohöl-Benchmarks kletterten auf Mehrwochenhochs, nachdem die diplomatischen Verhandlungen in eine Sackgasse geraten waren.

Hormus-Krise: Politischer Stillstand belastet Energiemärkte

Die Hoffnungen auf eine rasche Einigung über die Transitrouten in der Straße von Hormus schwanden, nachdem US-Präsident Donald Trump strenge Gegenbedingungen zu einem Vorschlag des Iran und Omans gestellt hatte. Trump forderte Entschädigungszahlungen von Teheran für Schäden aus regionalen Konflikten. Der politische Stillstand droht den energiegetriebenen Inflationsdruck in den großen Netto-Importländern in Europa und Asien aufrechtzuerhalten – eine Entwicklung, die besonders für Deutschland und andere energieabhängige Volkswirtschaften der Eurozone relevant ist.

Diese Spannungen spiegeln sich auch in der Geldpolitik anderer Notenbanken wider. In Sydney verlängerte die Reserve Bank of Australia (RBA) ihre geldpolitische Pause und beließ den Leitzins wie erwartet bei 4,35 Prozent. RBA-Gouverneurin Michele Bullock schlug einen ausgewogenen Ton an und merkte an, dass die Kerninflation im zweiten Quartal zwar hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei, der anhaltende Preisdruck die Notenbanker jedoch daran hindere, ihre Wachsamkeit zu verringern. Die RBA bekräftigte ihre Bereitschaft, die Zinsen weiter anzuheben, sollten sich Aufwärtsrisiken für die Inflation materialisieren.

Euro wartet auf Eurozone-BIP und Inflationsdaten

Der Euro blieb in einer engen Spanne gefangen, während die Händler die binnenwirtschaftliche Dynamik gegen externe Energieschocks abwogen. Die europäischen Devisenmärkte warten auf eine dichte Folge regionaler Daten im weiteren Wochenverlauf. Dazu zählen die BIP-Zahlen der Eurozone für das zweite Quartal sowie die endgültigen Inflationsdaten für Juli aus Deutschland, Frankreich und Spanien. Diese Zahlen sollen Aufschluss darüber geben, ob die Europäische Zentralbank (EZB) im September eine Zinspause einlegen kann.

Alle Augen an den Devisenmärkten richten sich nun auf den US-Verbraucherpreisindex (VPI), der am Mittwoch veröffentlicht wird. Für den Kern-VPI wird ein Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat prognostiziert. Dieser Wert gilt als entscheidender Test für die weitere Richtung der globalen Geldpolitik. Ein schwächerer Inflationswert würde bestätigen, dass der abkühlende US-Arbeitsmarkt das Preiswachstum dämpft und den Weg für eine längere Pause der Fed ebnet. Eine Überraschung nach oben hingegen birgt das Risiko, die geldpolitischen Pfade der Zentralbanken erneut in Aufruhr zu versetzen – mit entsprechenden Folgen für Währungen und Anleihemärkte weltweit.

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