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Disney plant Umbau des TV-Bereichs mit Hunderten Stellenabbauten

Der Konzern will seinen Fernsehbereich neu ordnen. Führungskräfte arbeiten an einem Plan, der bis Jahresende finalisiert werden könnte.

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Disney plant Umbau des TV-Bereichs mit Hunderten Stellenabbauten

Disney (DIS) plant eine Umstrukturierung seines Fernsehbereichs, die nach Angaben mit dem Sachverhalt vertrauter Personen voraussichtlich zu Hunderten von Stellenabbauten und der Zusammenlegung von Divisionen führen wird. Die Informationen stammen aus einem Bericht von Dow Jones. Die Aktie des Unternehmens gab im Zuge der Nachrichten um 3,40 Prozent nach. Für Anleger ist die Ankündigung ein weiteres Signal, dass der Medienkonzern seinen Sparkurs fortsetzt.

Führende Führungskräfte des Konzerns arbeiten derzeit an den Details des Plans. Dieser könnte möglicherweise erst vor dem Jahresende finalisiert werden. Konkrete Angaben dazu, welche Bereiche genau betroffen sein werden, machte die Quelle nicht. Klar ist jedoch: Die Maßnahme reiht sich in eine ganze Serie von Reorganisationen ein, die Disney seit dem Amtsantritt von Josh D’Amaro als Chief Executive Officer im März durchführt.

D’Amaro, zuvor Vorsitzender der Parks-Abteilung, versucht, ein weit verzweigtes Unternehmen mit zahlreichen autonomen Bereichen zu straffen. Der Fokus liegt auf Effizienz und einer schlankeren Organisationsstruktur. Diese Strategie betrifft nahezu alle Unternehmensbereiche und setzt sich nun offenbar auch im Fernsehgeschäft fort.

Stellenabbau trifft bereits mehrere Einheiten

Die Sparmaßnahmen haben in der jüngsten Vergangenheit bereits verschiedene Teile des Konzerns getroffen. Betroffen waren nach den vorliegenden Informationen unter anderem die Bereiche Marketing, das Animationsstudio Pixar, der Nachrichtensender ABC News sowie der Sportkanal ESPN. Damit wird deutlich, dass der Umbau nicht auf einzelne Sparten beschränkt ist, sondern breit über das Unternehmen hinweg wirkt.

Erst am Dienstag entließ Disney mehr als 300 Mitarbeiter. Die meisten dieser Stellen entfielen auf die Bereiche Personalwesen und Informationstechnologie. Zusätzlich sind Kürzungen in der Rechtsabteilung und in der Abteilung für globale Angelegenheiten in Vorbereitung. Diese Einheit beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter, sodass die geplanten Einschnitte dort einen erheblichen Teil der Belegschaft betreffen könnten.

Rechtsabteilung soll deutlich kleiner werden

In einem Memo an die Belegschaft erklärte Horacio Gutierrez, Chief Legal and Global Affairs Officer bei Disney, dass sein Team „eine deutlich kleinere Organisation sein wird als heute“. Als Begründung verwies er auf Fortschritte in der Automatisierung. Über das Memo hatte zuvor das Branchenportal Deadline berichtet. Die Aussage unterstreicht, dass der Konzern zunehmend auf technologische Lösungen setzt, um Aufgaben zu übernehmen, die bisher von Mitarbeitern erledigt wurden.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung vor allem vor dem Hintergrund der Gewinnentwicklung interessant. Kostensenkungen gelten an den Kapitalmärkten häufig als kurzfristiger Hebel, um Margen zu stabilisieren, stoßen aber bei Investoren auch auf die Frage, ob das Unternehmen dadurch Wachstumsfelder vernachlässigt. Der Kursrückgang von 3,40 Prozent spiegelt die Unsicherheit wider, die solche Restrukturierungen auslösen können.

Ob die geplante Neuordnung des Fernsehbereichs tatsächlich zu den erwarteten Einsparungen führt, dürfte sich erst zeigen, wenn der Plan voraussichtlich gegen Ende des Jahres abgeschlossen ist. Bis dahin bleibt offen, wie tief die Einschnitte reichen und welche Divisionen zusammengelegt werden. Klar ist, dass Disney unter D’Amaro den eingeschlagenen Konsolidierungskurs konsequent fortsetzt und dabei auch vor großen Traditionsbereichen wie dem Fernsehgeschäft nicht Halt macht.

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