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Die 10 günstigsten US-Bundesstaaten für 2026 im Überblick

Trotz anhaltender Inflation bieten einige US-Bundesstaaten deutlich niedrigere Lebenshaltungskosten – ein entscheidender Vorteil für Bürger und Unternehmen.

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Die 10 günstigsten US-Bundesstaaten für 2026 im Überblick

Während Fed-Chef Kevin Warsh in seiner ersten Pressekonferenz am 17. Juni die landesweite Inflation thematisierte, blieb ein wichtiger Aspekt unerwähnt: Die Preisbelastung für Verbraucher ist je nach US-Bundesstaat erheblich unterschiedlich. In einigen Staaten sind die Lebenshaltungskosten so niedrig, dass sie selbst im aktuellen Inflationsumfeld als echte Schnäppchen gelten. CNBC hat im Rahmen seiner Studie „America's Top States for Business" – die nun im 20. Jahr erscheint – die günstigsten Bundesstaaten für 2026 ermittelt.

Die Methodik berücksichtigt einen Preisindex für Waren und Dienstleistungen des Council for Community and Economic Research (C2ER), die Bezahlbarkeit von Wohnraum für Eigentümer und Mieter sowie die Kosten für Hausversicherungen. Die Lebenshaltungskosten fließen mit einem Gewicht von 2% in die Gesamtbewertung ein. Für Unternehmen spielen niedrige Lebenshaltungskosten eine strategisch wichtige Rolle: Sie helfen beim Anwerben von Arbeitskräften und ermöglichen potenziell niedrigere Lohnkosten.

Die günstigsten Bundesstaaten im Detail

Missouri führt die Liste mit besonders erschwinglichem Wohnraum an. Laut ATTOM Data Solutions lag die Durchschnittsmiete für ein Haus mit drei Schlafzimmern im vergangenen Jahr bei lediglich 1.582 US-Dollar pro Monat – das entspricht nur etwa der Hälfte dessen, was Mieter in New Jersey zahlen würden. Gemessen am Medianeinkommen ist dies der fünftniedrigste Wert im gesamten Land. Auch Lebensmittel sind günstiger: Ein Kopfsalat in Joplin kostet laut C2ER 12% weniger als in New York City. Allerdings trüben hohe Versicherungskosten das Bild – die Prämien gehören zu den dritthöchsten im Land und sollen laut Insurify in diesem Jahr um weitere 7% steigen.

Ohio überzeugt mit einer besonders hohen Kaufkraft. Der „Buckeye State" vereint einige der niedrigsten Geschäftskosten mit geringen Lebenshaltungskosten – ein Hauptgrund, warum Ohio 2026 als bester Bundesstaat für Unternehmen in Amerika ausgezeichnet wurde. In Cleveland liegt der durchschnittliche Hauspreis bei etwa einem Drittel des Preises in Boston. Die Durchschnittsmiete im Verhältnis zum Medianeinkommen ist landesweit die viertniedrigste.

Iowa punktet vor allem bei den Mietkosten: Im Verhältnis zum Medianeinkommen sind sie die zweitniedrigsten im Land – nur Michigan schneidet noch besser ab. Auch beim Kauf von Wohnraum gehört Iowa zu den erschwinglichsten Bundesstaaten. Allerdings kämpft auch Iowa mit einer Versicherungskrise, die ihren Ursprung in einem verheerenden Derecho-Sturm vor sechs Jahren hat, der im gesamten Mittleren Westen Schäden von mehr als 11 Milliarden US-Dollar verursachte.

Indiana, bekannt als „Crossroads of America", glänzt mit niedrigen Kraftstoffpreisen. Selbst zu Beginn des Iran-Krieges im ersten Quartal dieses Jahres war Benzin in Richmond für 2,82 US-Dollar pro Gallone erhältlich. Das Auswuchten eines Reifensatzes in Kokomo kostet zudem nur etwa die Hälfte dessen, was man in Conway, Arkansas, bezahlen würde.

Wyoming, South Dakota und weitere Sparstaaten

Wyoming hat die Versicherungskrise bislang vergleichsweise gut im Griff. Die Prämien für Eigenheimbesitzer liegen bei 1.929 US-Dollar pro Jahr und rangieren damit auf Platz 16 der günstigsten Staaten. Besonders bemerkenswert: Für dieses Jahr werden keine weiteren Preissteigerungen erwartet. In Laramie lässt sich eine Wohnung für etwa ein Drittel des Preises mieten, den man in Arlington, Virginia, zahlen würde.

South Dakota bietet monumentale Einsparungen beim Wohnraum. Hausbesitzer genießen laut ATTOM Data Solutions und US-Census-Daten die viertniedrigsten monatlichen Raten im Land. Ein Hauskauf in Pierre kostet etwa 25% weniger als in Miami. Der Verbraucherpreisindex für die Region Westen lag im Mai bei +3,5% im Jahresvergleich – deutlich unter dem Wert von +5%, den die Staaten im Mittleren Westen verzeichneten.

Für deutsche Anleger und Unternehmen, die Investitionen in den USA planen oder den amerikanischen Immobilienmarkt beobachten, liefern diese Daten wichtige Orientierungspunkte. Die regionalen Unterschiede in den USA sind erheblich und können Renditen sowie Betriebskosten maßgeblich beeinflussen. Während Küstenmetropolen wie New York oder Boston mit hohen Lebenshaltungskosten aufwarten, bieten Staaten im Mittleren Westen und in der Great Plains-Region deutlich günstigere Bedingungen – trotz der allgegenwärtigen Inflationsbelastung.

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