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Deutsche Importpreise steigen so schnell wie seit 40 Jahren nicht mehr

Anstieg der Öl-/Gaspreise und Engpässe in Lieferkette für Rohstoffe als Ursachen.

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Deutsche Importpreise steigen so schnell wie seit 40 Jahren nicht mehr

Die deutschen Importpreise stiegen im vergangenen Monat so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr, angetrieben durch einen sprunghaften Anstieg der Öl- und Gaspreise, und die Engpässe in der Lieferkette für Rohstoffe verschärften sich weiter, was auf einen weiteren Preisanstieg für die Verbraucher hindeutet.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, stiegen die Importpreise im August im Vergleich zum Vorjahr um 16,5 % und lagen damit über den Prognosen der Ökonomen, die einen Anstieg von 16,1 % erwartet hatten, und über den 15,0 % im Juli.

Der Anstieg im August war der stärkste seit September 1981, als die zweite Ölkrise die Preise um 17,4 % ansteigen ließ.

Die Preise für Energieimporte stiegen im August um 93,6 % im Vergleich zum Vorjahr, was hauptsächlich auf einen starken Anstieg der Erdgaspreise zurückzuführen ist, so das Statistikamt.

Auch die Preise für viele Rohstoffe stiegen stark an. Eisenerz kostete im August 96,8 % mehr, der Preis für Schnittholz und Hobelware stieg um 61,6 % und der Preis für Eisen, Stahl und Ferrolegierungen um 57,7 %.

Gleichzeitig haben sich die Engpässe in den Lieferketten der deutschen Unternehmen weiter verschärft, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Ifo-Instituts ergab.

Rund 77,4 % der deutschen Industrieunternehmen berichteten von Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Zwischenprodukten und Rohstoffen in diesem Monat. Bei den Automobilherstellern waren es sogar 97%, so das Ifo-Institut.

"Es gibt viele Aufträge, aber die Unternehmen können sie im Moment nicht produzieren", sagte Ifo-Volkswirt Klaus Wohlrabe. Infolgedessen planen nun mehr Unternehmen Preiserhöhungen, so Ifo.

Ökonomen erwarten, dass die deutschen Inflationszahlen, die am Donnerstag veröffentlicht werden, zeigen werden, dass der Anstieg der Verbraucherpreise, die harmonisiert wurden, um sie mit den Inflationsdaten anderer EU-Länder (HVPI) vergleichbar zu machen, sich weiter beschleunigt hat und im September bei 4,0 % lag, gegenüber 3,4 % im August, so die Daten von Refinitiv.

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