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Deutsche Bank mit Rekordgewinn: Aktie steigt nach Bilanz deutlich

Frankfurter Geldhaus übertrifft Erwartungen mit 6,1 Milliarden Euro Nettogewinn und erhöht Dividende.

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Die Deutsche Bank hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem historischen Erfolg abgeschlossen. Der Nettogewinn verdoppelte sich auf 6,1 Milliarden Euro – ein Ergebnis, das die Prognosen der Analysten deutlich übertraf. Diese hatten im Vorfeld lediglich mit knapp sechs Milliarden Euro gerechnet.

Der Gewinn vor Steuern kletterte um beeindruckende 84 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte das Institut noch unter hohen Belastungen durch Rechtsstreitigkeiten gelitten. Für die größte deutsche Bank markiert 2025 bereits das sechste profitable Jahr in Folge – ein Beleg für die erfolgreiche Transformation des Geschäftsmodells.

Die Börse reagierte prompt auf die starken Zahlen. Bereits im vorbörslichen Handel legte die Aktie spürbar zu. Anleger honorieren nicht nur die operative Stärke, sondern auch die verbesserte Kapitalausstattung des Instituts.

Aktionäre profitieren deutlich

Die Anteilseigner können sich über eine kräftige Dividendenerhöhung freuen. Pro Aktie sollen ein Euro ausgeschüttet werden – nach 68 Cent im Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von fast 50 Prozent. Zusätzlich plant die Bank Aktienrückkäufe im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro, wofür bereits die Genehmigung der Finanzaufsicht vorliegt.

Konzernchef Christian Sewing zeigte sich hochzufrieden mit der Entwicklung. In einem Schreiben an die Mitarbeiter betonte er, man habe nicht nur die gesteckten Ziele erreicht, sondern "Maßstäbe gesetzt". Sewings Vision bleibt ambitioniert: Er will die Deutsche Bank zu einem europäischen Champion formen und die Profitabilitätslücke zu internationalen Wettbewerbern schließen.

Geldwäsche-Ermittlungen überschatten Erfolg

Einen Tag vor der Bilanzvorlage durchsuchten Ermittler die Frankfurter Zentrale sowie Geschäftsräume in Berlin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Geldwäsche im Zusammenhang mit früheren Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften. Es geht um historische Transaktionen, bei denen Kunden möglicherweise Gelder gewaschen haben.

Sewing ließ sich davon nicht beirren. "Von diesem Weg werden wir uns nicht abbringen lassen", schrieb er an die Belegschaft. Die Bank werde vollumfänglich mit den Behörden kooperieren, den Fokus aber konsequent auf die Zukunft richten. Die Ermittlungen beziehen sich auf vergangene Geschäftsvorfälle und nicht auf aktuelle Praktiken.

Die Deutsche Bank steht damit vor einem Spagat: Einerseits die beste operative Performance seit Jahren, andererseits erneute Reputationsrisiken durch Compliance-Themen. Für Anleger bleibt entscheidend, ob das Institut seine Rentabilität nachhaltig steigern und gleichzeitig regulatorische Risiken minimieren kann.

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