ANZEIGE

Deutsche Bank erzielt höchsten Quartalsgewinn seit Jahren

Sparprogramm, volatile Märkte und starkes Investmentbanking treiben Ergebnisse deutlich nach oben

2 Min
 Deutsche Bank erzielt höchsten Quartalsgewinn seit Jahren

Die Deutsche Bank hat zu Jahresbeginn ein starkes Ergebnis erzielt und den höchsten Quartalsgewinn seit 14 Jahren verbucht. Im ersten Quartal 2025 lag der Überschuss nach Abzug von Minderheiten bei 1,78 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 1,28 Milliarden Euro erwirtschaftet worden waren. Die Erträge stiegen im gleichen Zeitraum um zehn Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro. Damit übertraf das größte deutsche Geldhaus die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit 1,64 Milliarden Euro Gewinn und 8,3 Milliarden Euro Erträgen gerechnet hatten.

Konzernchef Christian Sewing erklärte, man sei sehr zufrieden mit dem Ergebnis und auf einem guten Weg, alle Ziele für das laufende Jahr zu erreichen. Ausschlaggebend für das starke Quartal seien sowohl das Ertragswachstum als auch geringere Kosten gewesen. Auch im vorbörslichen Handel spiegelte sich das Vertrauen der Anleger wider: Die Aktie der Deutschen Bank legte um 1,6 Prozent zu.

Alle Geschäftsbereiche des Instituts steigerten im Vergleich zum Vorjahr ihren Gewinn vor Steuern. Die Investmentbank erreichte dabei ein Plus von 22 Prozent und kam auf 1,5 Milliarden Euro. Die Vermögensverwaltung profitierte von den volatilen Märkten und steigerte den Vorsteuergewinn um 67 Prozent auf 204 Millionen Euro. In der Privatkundenbank wurde ein Anstieg um 43 Prozent verzeichnet. Auch die Fondstochter DWS erzielte ein starkes Ergebnis und erreichte den zweithöchsten Quartalsgewinn in ihrer Geschichte.

Finanzvorstand James von Moltke sprach von einer starken Ergebnisentwicklung, getragen von zweistelligem Ertragswachstum und konsequenter Kostendisziplin. Moltke hatte Ende März angekündigt, das Unternehmen verlassen zu wollen. Seine Nachfolge ist bereits geregelt: Raja Akram wird zum 1. Oktober von Morgan Stanley zur Deutschen Bank wechseln.

Christian Sewing, dessen Vertrag kürzlich bis April 2029 verlängert wurde, kündigte an, die positive Entwicklung fortsetzen zu wollen. Mit dem Programm „Deutsche Bank 3.0“ soll das Institut weiter auf Effizienz, Gewinn und Wachstum ausgerichtet werden. In einem Brief an die Mitarbeiter betonte er, dass die Anpassung von Geschäftsabläufen und Ressourcenverteilung notwendig sei, um auf das volatile Marktumfeld reagieren zu können.

Auch internationale Wettbewerber wie Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs und Morgan Stanley hatten zu Jahresbeginn deutliche Gewinnsteigerungen gemeldet. Die Schwankungen an den Börsen wurden dabei unter anderem auf Unsicherheiten hinsichtlich der US-Zollpolitik zurückgeführt.

Deutsche BankFinanzenGewinneBankensektor

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer