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Deutliche Entlastung bei Importkosten

Erdgas und Strom führen mit über 70% Preisrückgang

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Deutliche Entlastung bei Importkosten

In Deutschland zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Importpreise, was auf eine mögliche Abschwächung der Inflation hindeutet. Im September dieses Jahres verzeichnete man einen durchschnittlichen Preisrückgang von 14,3 Prozent im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres. Dieser Trend setzt sich damit fort, denn bereits in den Vormonaten Juli und August waren ähnliche Entwicklungen zu beobachten.

Die Hauptursache für diese Entwicklung liegt in den hohen Preissteigerungen, die im Vorjahr aufgrund des Konflikts in der Ukraine zu verzeichnen waren. Diese sogenannten Basiseffekte führen nun zu einem scheinbar starken Rückgang. Trotz eines leichten Anstiegs der Importpreise von August auf September um 1,6 Prozent, bleibt der Trend rückläufig.

Besonders bemerkenswert ist der Preisrückgang bei importierter Energie. Hier sanken die Preise im September um 47,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erdgas wurde beispielsweise um 69,2 Prozent günstiger, während Strom sogar um 71,0 Prozent weniger kostete. Auch Steinkohle, Erdöl sowie Mineralölerzeugnisse verzeichneten deutliche Preisrückgänge. Diese Entwicklungen sind vor allem auf die kriegsbedingte Knappheit dieser Güter im Vorjahr zurückzuführen.

Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für Energieimporte von August auf September um fast zehn Prozent, wobei Erdgas allein um 12,3 Prozent teurer wurde.

Bei den Konsumgütern gab es kaum Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr, mit einer minimalen Preisreduktion von 0,1 Prozent. Nahrungsmittel blieben preislich stabil, wobei einige Produkte wie Schweinefleisch, Obst- und Gemüseerzeugnisse sowie Getränke teurer wurden. Andererseits waren Milchprodukte sowie pflanzliche und tierische Öle und Fette günstiger als im Vorjahr.

Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie Maschinen verzeichneten Preissteigerungen, während Vorleistungsgüter wie Düngemittel und Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen sich verbilligten.

Diese Entwicklungen überraschen, da Analysten mit einem stärkeren Rückgang der Importpreise gerechnet hatten. Im August war der Rückgang der Einfuhrpreise mit 16,4 Prozent der stärkste seit 37 Jahren.

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