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Demokraten fordern Trump zur Offenlegung seiner Aktienmanager auf

Senatorin Warren und Abgeordneter Garcia verlangen Antworten zu über 21.000 Aktiengeschäften und möglichen Interessenkonflikten.

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Demokraten fordern Trump zur Offenlegung seiner Aktienmanager auf

Zwei führende demokratische Politiker haben Präsident Donald Trump in einem 17-seitigen Brief aufgefordert, die Vermögensverwalter offenzulegen, die in seinem Namen Aktiengeschäfte tätigen. Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts und der Abgeordnete Robert Garcia aus Kalifornien wandten sich damit an Trump, nachdem eine Analyse seiner 927-seitigen Finanzoffenlegung für 2025 mehr als 21.000 Transaktionen ergeben hatte. Der Brief liegt dem Sender CNBC vor und wurde am Mittwoch eingereicht.

Im Kern fordern Warren und Garcia Trump auf, „alle Drittinstitutionen und Manager, die Ihre Geschäfte leiten", namentlich zu benennen. Zudem soll der Präsident erläutern, wie diese Verwalter ausgewählt wurden, welches Mandat sie erhielten und welche Anlageprozesse sie anwenden. Hintergrund ist die Sorge, dass zahlreiche Einzelaktiengeschäfte zeitlich auffällig mit marktbewegenden Äußerungen Trumps oder regierungspolitischen Entscheidungen zusammenfallen.

Verdächtige Käufe vor Regierungsankündigungen

Der Brief konzentriert sich besonders auf mehr als 3.500 Transaktionen, die Trump in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 gemeldet hat. Die Abgeordneten heben 15 konkrete Fälle hervor, in denen Trump Aktien eines Unternehmens gekauft haben soll, bevor eine offizielle Regierungsankündigung zugunsten dieses Unternehmens erfolgte.

Darunter fallen Käufe von Aktien der Chiphersteller Nvidia und Advanced Micro Devices (AMD) am 6. Januar – eine Woche bevor die Trump-Regierung gelockerte Exportkontrollen ankündigte, die laut den Abgeordneten den Verkauf von Chips beider Unternehmen nach China erleichtern würden. Ebenfalls im Fokus steht ein Kauf von Aktien des Taser-Herstellers Axon Enterprises im Wert von zwischen einer Million und fünf Millionen US-Dollar am 10. Februar, zwei Wochen bevor die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) eine Ankündigung machte, die das Unternehmen begünstigte.

CNBC hatte zuvor JPMorgan Chase, Charles Schwab, UBS und Stephens Inc. mit mindestens vier der acht Anlagekonten in Verbindung gebracht, die in Trumps Offenlegung für 2025 aufgeführt sind. Eine vollständige Liste der Verwalter wurde bislang nicht veröffentlicht. Details darüber, wie externe Firmen Trumps Portfolio verwalten und wann sie Kauf- oder Verkaufsentscheidungen treffen, bleiben unklar.

Streit um den „Blind Trust"

Trump hat die enorme Anzahl der in seinem Namen getätigten Geschäfte stets damit verteidigt, er habe keinen Kontakt zu den Institutionen, die sein Geld verwalten. Er hat einen Großteil seines Vermögens in einen widerruflichen Trust eingebracht, der seinen Namen trägt und in dem sein ältester Sohn Donald Trump Jr. als alleiniger Treuhänder fungiert. Diese Konstruktion gibt Trump deutlich mehr Kontrolle, als es ein klassischer „Blind Trust" täte – eine Struktur, die andere US-Präsidenten in der jüngeren Vergangenheit gewählt hatten.

Eric Trump, ebenfalls Executive Vice President der Trump Organization, hatte auf der Plattform X geschrieben, dass „alle unsere Vermögenswerte in einem Blind Trust investiert sind". Kurz darauf präzisierte er, die Bestände würden „ausschließlich in Konten mit vollem Ermessensspielraum gehalten, die von unabhängigen Finanzinstituten verwaltet werden" und über „automatisierte, modellbasierte Portfolios und Direct-Indexing-Strategien" zugeteilt. Die New York Times berichtete jedoch, es gebe keine Anzeichen für die Existenz eines echten Blind Trusts.

Warren und Garcia griffen genau diesen Widerspruch in ihrem Brief auf: „Sie selbst haben eine Finanzoffenlegung unterzeichnet, mit der Sie Ihre Kenntnis von Tausenden von Einzelaktientransaktionen bestätigen", schrieben sie an Trump. Trumps Finanzoffenlegungen weisen nach einigen Schätzungen für das vergangene Jahr einen Umsatz von mehr als 2,2 Milliarden US-Dollar aus. Das Weiße Haus hat kategorisch bestritten, dass diese Zahlen Interessenkonflikte aufwerfen.

Politischer Hintergrund: Gesetzgebung im Visier

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, wies die Vorwürfe am Donnerstagmorgen zurück und warf Warren und Garcia vor, „dasselbe ermüdende Narrativ zu wiederholen, das die Demokraten seit einem Jahrzehnt gegen Präsident Trump, seine Familie und seine Regierung vorantreiben".

Der Brief ist dennoch mehr als ein symbolischer Akt. Garcia ist das ranghöchste demokratische Mitglied im Ausschuss für Aufsicht und Regierungsreform des Repräsentantenhauses. Die Demokraten erklären, sie benötigten Trumps Antworten, um an einer möglichen Gesetzgebung zu arbeiten, die es Präsidenten künftig untersagen soll, Einzelaktien zu besitzen. US-Präsidenten ist es derzeit zwar erlaubt, mit Wertpapieren zu handeln, sie sind jedoch gesetzlich verpflichtet, ihre Transaktionen zu melden.

Der Vorstoß gilt zugleich als Vorbereitung auf die Zwischenwahlen im November. Sollten die Demokraten dabei die Kontrolle über eine oder beide Kammern des Kongresses gewinnen, wollen sie Trump nach eigenem Bekunden aggressiv unter die Lupe nehmen.

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