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US-Autokredite erreichen laut New York Fed Rekordniveau im zweiten Quartal

Amerikanische Verbraucher nehmen so viele Autokredite wie nie zuvor auf – trotz sinkender Realeinkommen und erhöhter Kreditkartenverzüge.

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US-Autokredite erreichen laut New York Fed Rekordniveau im zweiten Quartal

Die US-Verbraucher haben im zweiten Quartal 2025 ein Rekordvolumen an Autokrediten aufgenommen. Mit 211 Milliarden US-Dollar wurden so viele Fahrzeugkredite vergeben wie nie zuvor – zumindest in nominalen Zahlen. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Federal Reserve Bank of New York zur Verschuldung und Kreditwürdigkeit privater Haushalte hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Inflationsbereinigt liegt der Wert jedoch unter dem Niveau des COVID-19-Booms aus dem Jahr 2021, als ebenfalls rund 200 Milliarden Dollar pro Quartal für Fahrzeuge aufgenommen wurden – damals allerdings begleitet von stark steigenden Autopreisen.

Die Gesamtverschuldung der US-Verbraucher sank im Zeitraum von April bis Juni leicht auf 18,8 Billionen US-Dollar. Dieser Rückgang ist jedoch laut New York Fed auf eine Änderung in der Berichterstattung über Hypothekendaten zurückzuführen und kein Zeichen echter Entschuldung. Die Notenbank erwartet, dass der scheinbare Rückgang der Hypothekenschulden im nächsten Bericht durch einen entsprechenden Anstieg ausgeglichen wird.

Eigenheimbesitzer umgehen hohe Hypothekenzinsen

Auffällig ist der anhaltende Anstieg bei Home-Equity-Darlehen: Im zweiten Quartal stiegen diese Salden um 19 Milliarden US-Dollar – ein Trend, der nun bereits vier Jahre andauert. Fed-Forscher interpretieren dies als Substitutionsstrategie älterer Eigenheimbesitzer. Statt eine vollständige Refinanzierung zu den derzeit hohen Hypothekenzinsen vorzunehmen, greifen viele auf das Eigenkapital ihrer Immobilien zurück. Für deutsche Anleger ist dieser Mechanismus vergleichbar mit der Nutzung eines Beleihungsrahmens auf eine schuldenfreie Immobilie.

Trotz sinkender inflationsbereinigter Einkommen zeigen sich die Bilanzen der privaten Haushalte insgesamt widerstandsfähig. Die Gesamtrate der Zahlungsverzüge sank im zweiten Quartal leicht auf 4,7 Prozent der ausstehenden Salden, nach 4,8 Prozent im Vorquartal. Ein positives Signal für die Stabilität des US-Konsums.

Kreditkartenverzüge stabilisieren sich – aber auf erhöhtem Niveau

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Kreditkartenschulden. Der Anteil der Kreditkartenschulden mit einem Zahlungsverzug von mehr als 90 Tagen war von 7,6 Prozent Ende 2022 auf 12,8 Prozent zu Beginn dieses Jahres gestiegen – und hatte damit Sorgen über eine Verschlechterung der Haushaltslage ausgelöst. Fed-Ökonomen relativieren diesen Anstieg jedoch in einem Blogbeitrag zum Bericht: Das Tempo, mit dem Haushalte in Verzug geraten, sei seit etwa zwei Jahren unverändert geblieben.

Der Anstieg des Gesamtanteils säumiger Kreditkartenschulden sei darauf zurückzuführen, dass Kreditgeber „veraltete, abgeschriebene Schulden" länger in ihren Büchern führten – und nicht auf eine „grundsätzliche Verschlechterung der Häufigkeit von Zahlungsverzügen", so die Forscher. „Wenn man sich fragt, wie es den Haushalten derzeit geht – das Tempo der Kreditkartenverzüge ist zwar erhöht, aber seit 2024 weitgehend stabil", lautet ihr Fazit. Etwa 7 Prozent der Salden fließen von einem Quartal zum nächsten in den Zahlungsverzug.

Konsum bleibt robust – trotz Kostendruck

Der Bericht liefert wichtige Hinweise auf eine Frage, die US-Notenbanker und Ökonomen intensiv beschäftigt: Wann werden steigende Preise bei gleichzeitig sinkenden Realeinkommen zu einem spürbaren Einbruch des Konsums führen? Bislang gibt es wenig Anzeichen dafür. Die persönlichen Konsumausgaben stiegen im zweiten Quartal um 3,2 Prozent – eine deutliche Erholung nach dem verhaltenen Wachstum im ersten Quartal. Das allgemeine Wirtschaftswachstum verlangsamte sich dennoch auf eine Jahresrate von 1,5 Prozent, nach 2,1 Prozent im Vorquartal.

Eine aktuelle Analyse des Bank of America Institute zu den Juli-Daten zeigt, dass die Kreditkartenausgaben ohne Benzin um „solide 4,3 Prozent" gestiegen sind. Bemerkenswert ist zudem eine beobachtete „Konvergenz" der Ausgabenraten über verschiedene Einkommensgruppen hinweg – ein Zeichen für eine Abschwächung der sogenannten „K-förmigen" Wirtschaftsdynamik, bei der höhere und niedrigere Einkommensgruppen sich wirtschaftlich auseinanderentwickeln.

Das Bank of America Institute zieht ein insgesamt positives Fazit: „Die finanzielle Gesundheit der Verbraucher sieht solide aus. Trotz des Drucks durch die Lebenshaltungskosten ist der Anteil der Haushalte, die ihre Kreditkartenrechnungen jeden Monat vollständig begleichen, gestiegen. Und es gibt kaum Anzeichen für eine Beschleunigung bei der Inanspruchnahme von Ersparnissen durch die Haushalte."

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