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Cochilco senkt Kupferprognose für Chile deutlich nach unten

Chiles Kupferkommission erwartet 2026 einen Produktionsrückgang von 8,4 Prozent und eine schwächere Erholung 2027.

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Cochilco senkt Kupferprognose für Chile deutlich nach unten

Die chilenische Kupferkommission Cochilco hat ihre Prognose für die Kupferproduktion des Landes am Freitag deutlich nach unten korrigiert. Die Behörde rechnet nun mit einer schwächeren als erwarteten Erholung im Jahr 2027. Für das laufende Jahr erwartet Cochilco einen Rückgang der Produktion um 8,4 Prozent gegenüber einer früheren Schätzung, die noch von einem Minus von 2,6 Prozent ausgegangen war.

Konkret schätzt die Kommission, dass die chilenische Kupferproduktion im Jahr 2026 um 8,4 Prozent auf 4,94 Millionen metrische Tonnen sinken wird. Die August-Schätzung hatte noch bei 5,27 Millionen Tonnen gelegen. Damit fällt die Korrektur nach unten erheblich aus und unterstreicht die anhaltenden Schwierigkeiten der chilenischen Minenbranche.

Als Hauptursache für den Rückgang benannte Cochilco die Minen Escondida und Spence des Bergbaukonzerns BHP (BHP.AX) sowie die staatlichen Codelco-Minen. Diese Betriebe machen mehr als 77 Prozent des Netto-Rückgangs Chiles aus. Für Anleger ist das ein wichtiges Signal, denn Chile zählt zu den größten Kupferproduzenten der Welt und die Entwicklung des Landes wirkt sich direkt auf das globale Angebot aus.

Die Produktion liegt bereits deutlich unter dem Vorjahr

Zwischen Januar und September produzierte Chile 3,63 Millionen Tonnen Kupfer. Das entspricht einem Rückgang von 8,5 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2025. Um die Jahresprognose noch zu erreichen, müsste das Land im vierten Quartal rund 434.000 Tonnen pro Monat produzieren, so Cochilco. Dieser Betrag läge 7,6 Prozent über dem Durchschnitt der in diesem Jahr bis September produzierten Mengen.

Für das Jahr 2027 erwartet Cochilco eine Erholung der Produktion um 3 Prozent auf 5,08 Millionen Tonnen. Die August-Schätzung hatte hier noch bei 5,55 Millionen Tonnen gelegen. Auch dieser Wert wurde damit spürbar nach unten angepasst. Als Gründe für die schwache Entwicklung nannte die Behörde geringere Erzgrade, Instandhaltungsarbeiten und Unterbrechungen, die die Kupferverarbeitung und -rückgewinnung beeinträchtigt hätten.

Cochilco hebt die Preisprognose an

Trotz der gedämpften Produktionsaussichten erhöhte Cochilco seine Prognose für die durchschnittlichen Kupferpreise. Für das Jahr 2026 erwartet die Kommission nun einen Preis von 6,18 US-Dollar pro Pfund, für 2027 von 5,95 US-Dollar pro Pfund. Als Begründung nannte Cochilco ein knappes Angebot aus den Minen. Der Markt für raffiniertes Kupfer biete zudem wenig Spielraum, um Produktionsausfälle zu absorbieren.

Diese Kombination aus sinkender Produktion und steigenden Preiserwartungen ist für den Markt von Bedeutung. Kupfer gilt als wichtiger Indikator für die globale Konjunktur, da das Metall in Bau, Elektronik und zunehmend auch in der Elektromobilität und Energiewende verwendet wird. Ein knappes Angebot bei gleichzeitig robuster Nachfrage kann die Preise weiter stützen.

Für deutsche Anleger sind die Zahlen vor allem im Hinblick auf Rohstoffinvestments und die Geschäftsentwicklung großer Bergbaukonzerne relevant. Die chilenischen Produktionsausfälle betreffen direkt Unternehmen wie BHP und den staatlichen Konzern Codelco. Sollten sich die Erwartungen von Cochilco bestätigen, dürfte der globale Kupfermarkt angespannt bleiben. Die Kommission selbst betont, dass der Markt für raffiniertes Kupfer derzeit kaum in der Lage ist, weitere Produktionsausfälle aufzufangen.

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