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Clarity Act gescheitert: Zwei Altcoins mit starkem Wachstumspotenzial

Der Clarity Act ist im US-Senat gescheitert. Pons und Arbitrum könnten dennoch weiter wachsen.

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Clarity Act gescheitert: Zwei Altcoins mit starkem Wachstumspotenzial

Der Clarity Act, das umfassende Gesetz zur Regulierung der Kryptomärkte, ist am 15. September an einer Verfahrensabstimmung im US-Senat gescheitert. Eine erneute Abstimmung noch in diesem Jahr gilt als unwahrscheinlich. Für die Krypto-Branche, die auf einen klaren regulatorischen Rahmen gehofft hatte, ist das ein herber Rückschlag. Zwei Altcoins sind jedoch unabhängig davon gut aufgestellt, um ihr rasantes Wachstum fortzusetzen.

Möglich macht das die neue Blockchain von Robinhood Markets, die im Sommer dieses Jahres an den Start ging. Auf dieser Infrastruktur laufen Projekte, deren Geschäftsmodell nicht von neuen Krypto-Vorschriften abhängt. Zwei davon stehen im Mittelpunkt: das Krypto-Launchpad Pons und die Software-Plattform Arbitrum, die ihre Technologie an die Robinhood Chain lizenziert.

Pons ist eine Krypto-Launchpad-App, die auf der Robinhood Chain läuft und damit als Dienstleistung zur Erstellung neuer Token dient. Bisher wurde der Dienst vor allem zum Start von Meme-Coins und anderen weniger ernstzunehmenden Kryptowährungen genutzt – einige davon sind mit tokenisierten Aktien gekoppelt, also Token, die den Kurs einer Aktie nachbilden. In diesem Segment war Pons trotz seines Starts Mitte Juli enorm erfolgreich.

Die Details

Die Zahlen, die Pons bislang vorlegt, sind bemerkenswert. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der mehr als 897.000 Token des Dienstes liegt bei über 201,5 Millionen US-Dollar. Bis zum 2. Oktober generierte diese Aktivität Transaktionsgebühren in Höhe von 186,2 Millionen US-Dollar. Von diesem Betrag flossen 20,1 Millionen US-Dollar in den Rückkauf und die anschließende Vernichtung (Burn) eigener Token. Dadurch sank das Angebot in nur wenigen Monaten von 1 Milliarde Token auf 681,6 Millionen Token.

Ein sich schnell verknappendes Angebot trifft hier auf außergewöhnliche Gebühreneinnahmen gleich zu Beginn. Solange die Robinhood Chain weiter wächst, dürfte Pons nach Einschätzung der Quelle ein starker Performer bleiben – unabhängig davon, ob neue Krypto-Vorschriften eingeführt werden.

Der zweite Kandidat ist Arbitrum. Die Robinhood Chain lizenziert Software von Arbitrum und leitet 10 Prozent ihrer Nettogebühren zurück in das Arbitrum-Ökosystem. Da die Robinhood Chain im August Gebühren in Höhe von 6,7 Millionen US-Dollar und im September solche in Höhe von 35,8 Millionen US-Dollar generierte, verbucht Arbitrum nun erhebliche Einnahmen. Allein aus diesen beiden Monaten stammen bis zu etwa 4,3 Millionen US-Dollar aus dem 10-Prozent-Anteil, den Arbitrum erhält – ohne dafür nennenswerte zusätzliche Arbeit leisten zu müssen. Im Jahr 2025 beliefen sich die Gebühreneinnahmen von Arbitrum auf 18,2 Millionen US-Dollar.

Selbst wenn die Gebühreneinnahmen der Robinhood Chain ihre Wachstumsdynamik abschwächen sollten, gilt es als sehr wahrscheinlich, dass die Umsatzspitze von Arbitrum sowohl kurzfristig als auch langfristig erheblich wachsen wird. Lizenzgebühren sind im Krypto-Bereich nicht alltäglich – für Arbitrum könnten sie entscheidend werden.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 13.09.2026 berichtete aktien.news, dass Pons für Aufsehen im Kryptomarkt sorgt – und das, obwohl die Plattform noch nicht einmal ein volles Quartal existierte. Allein am 5. September generierte Pons Gebühren in Höhe von 11,4 Millionen US-Dollar und war damit gemessen an den täglichen Einnahmen die umsatzstärkste Launchpad-Plattform im gesamten Kryptomarkt. Diese Spitzenposition hielt sie ununterbrochen seit dem 29. August. Als wesentlicher Treiber dieses raschen Erfolgs galt die enge Verbindung zu Robinhood Markets, dessen neue Blockchain erst Anfang Juli gestartet war.

Am 16.09.2026 berichtete aktien.news über das Scheitern des Clarity Act im US-Senat. Die Abstimmung über die Einleitung eines Cloture-Verfahrens zur Beendigung der Debatte scheiterte deutlich: Für das Verfahren wären 60 Stimmen erforderlich gewesen, doch lediglich 49 Senatoren stimmten mit Ja. Ein weiterer Bericht vom selben Tag nennt ein Ergebnis von 50 zu 49 Stimmen; vier republikanische Senatoren – Collins, Hawley, Moran und Tillis – stimmten gegen das Vorhaben, das zuvor das Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen passiert hatte. Die Nachricht schlug sofort auf die Märkte durch: Aktien kryptobezogener Unternehmen notierten am Tag nach dem legislativen Rückschlag niedriger.

Ebenfalls am 16.09.2026 meldete aktien.news, dass der Gesetzentwurf vorerst auf der Strecke bleibt und nicht in die nächste legislative Stufe überführt werden kann. Statt gesetzlicher Klarheit, die eine eindeutige Trennung zwischen Wertpapieren und Rohstoffen durch die CFTC und die SEC vorgesehen hätte, müssen sich Unternehmen nun auf andere Regelungen stützen.

Am 21.09.2026 berichtete aktien.news, dass sich Robinhood Markets zum wohl wichtigsten Akteur im Kryptobereich entwickelt. Grund dafür ist die neu gestartete Robinhood Chain, eine Layer-2-Blockchain, die in mehreren Schlüsselbereichen bereits mit etablierten Größen wie Binance und Coinbase konkurriert. Besonders beim Handel mit tokenisierten Aktien machte die Plattform Fortschritte: Ein Forschungsbericht von Binance ergab, dass die BNB Chain und die Robinhood Chain Anfang September gemeinsam rund 88,2 Prozent des Handels mit tokenisierten Aktien auf dezentralen Börsen abwickelten. Im Juni lag dieser Wert noch bei lediglich 2,3 Prozent.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger zeigt das Beispiel, wie stark die Krypto-Infrastruktur inzwischen mit klassischen Finanzakteuren verzahnt ist. Robinhood ist als börsennotiertes Unternehmen bekannt, tritt hier aber als Betreiber einer eigenen Blockchain auf. Pons und Arbitrum profitieren nicht von einer neuen Regulierung, sondern von der Nutzung dieser Infrastruktur.

Wer sich mit diesen Projekten beschäftigt, sollte die Mechanik verstehen: Bei Pons sinkt das Token-Angebot durch Rückkäufe und Burns, während die Gebühreneinnahmen von der Aktivität auf der Plattform abhängen. Bei Arbitrum hängt der Zufluss an Lizenzgebühren direkt am Gebührenvolumen der Robinhood Chain. Beide Modelle sind damit eng an das Wachstum eines einzigen Ökosystems gekoppelt.

Hinzu kommt die regulatorische Unsicherheit. Nach dem Scheitern des Clarity Act fehlt weiterhin ein klarer Rahmen, der Wertpapiere und Rohstoffe eindeutig voneinander trennt. Das erhöht die Schwankungsanfälligkeit – wie der Kursrückgang kryptobezogener Aktien am Tag nach der Senatsabstimmung zeigte.

Ausblick

Eine erneute Abstimmung über den Clarity Act noch in diesem Jahr gilt als unwahrscheinlich. Die weitere Entwicklung von Pons und Arbitrum hängt daher vor allem am Wachstum der Robinhood Chain. Bei Arbitrum kommen langfristige Perspektiven hinzu: 8 Prozent der Nettoeinnahmen der Robinhood Chain werden im Treasury der dezentralen autonomen Organisation (DAO) von Arbitrum für Governance-Zwecke gespeichert. Dort können sie für Investitionen in die Entwicklung neuer Technologien oder zur Förderung des Netzwerk-Ökosystems ausgeschüttet werden, während die restlichen 2 Prozent eine Entwickler-Gilde finanzieren. Sollte Arbitrum beschließen, einen Teil dieser Einnahmen für den Rückkauf seiner Token oder andere Belohnungen für Halter einzusetzen, wäre das nach Einschätzung der Quelle das i-Tüpfelchen auf die Sache.

Kurz erklärt

  • Launchpad: Eine Plattform, auf der neue Krypto-Token erstellt und erstmals an Nutzer ausgegeben werden.
  • Burn: Das dauerhafte Entfernen von Token aus dem Umlauf, wodurch das verbleibende Angebot verknappt wird.
  • DAO: Eine dezentrale autonome Organisation, in der Token-Halter über gemeinsame Mittel und Entscheidungen abstimmen.
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