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Citi und BofA stufen Pershing Square herab: Ist die PS-Aktie überbewertet?

Nach einer Rallye von 150% seit dem April-IPO gerät Bill Ackmans Pershing Square unter Druck – zwei Wall-Street-Häuser senken ihre Ratings.

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Citi und BofA stufen Pershing Square herab: Ist die PS-Aktie überbewertet?

Die Aktie von Pershing Square Inc. (PS) hat seit ihrem Börsengang im April eine bemerkenswerte Rallye hingelegt – doch nun mehren sich an der Wall Street die Zweifel an der Bewertung. Zwei namhafte Analystenhäuser haben die Aktie in der vergangenen Woche herabgestuft, woraufhin der Kurs deutlich nachgab. Aktuell notiert das Papier bei rund 45 US-Dollar und damit etwa 25% unter seinem Höchststand vom 7. Oktober.

Der Hintergrund: Pershing Square, die von Bill Ackman gegründete und geleitete Investmentfirma, ging am 29. April im Rahmen eines kombinierten Börsengangs (IPO) mit dem Fonds „Pershing Square USA" des Unternehmens zu 24 US-Dollar pro Stück an die Börse. Seither kletterte der Kurs bis auf ein Hoch von 60 US-Dollar pro Aktie am 7. Oktober – ein Plus von 150%. Auslöser für den jüngsten Rücksetzer waren die beiden Herabstufungen der Wall Street.

Citi und BofA senken ihre Ratings

Analysten von Citi stuften die Pershing-Square-Aktie von „Buy" auf „Neutral" herab, behielten jedoch ihr Kursziel von 45 US-Dollar pro Aktie bei. Als Begründung nannte die Bank die hohe Bewertung: Das Unternehmen handelt demnach zum 54-Fachen der erwarteten zukünftigen Gewinne. Zudem senkte Citi seine Gewinnprognose für Pershing Square für das Jahr 2027 auf 0,89 US-Dollar pro Aktie, nach zuvor 1,01 US-Dollar.

Die reduzierten Schätzwerte hängen mit der verhaltenen Performance der Fonds von Pershing Square zusammen – darunter die beiden größten Fonds, Pershing Square Holdings und Pershing Square USA. Angesichts der unsicheren Marktlage erwartet Citi in den nächsten zwölf Monaten nur moderate Renditen. Selbst mit den gesenkten Erwartungen wäre ein Gewinn von 0,89 US-Dollar pro Aktie ein signifikanter Anstieg gegenüber den geschätzten bereinigten Gewinnen von 0,51 US-Dollar, die Analysten für 2026 prognostizieren.

Diese Woche zog die Bank of America (BofA) nach und stufte die Pershing-Square-Aktie von „Neutral" auf „Underperform" herab. Zugleich senkten die Analysten ihr Kursziel von 54 US-Dollar auf 38 US-Dollar pro Aktie. Dieses Ziel würde für die Aktie über die nächsten zwölf Monate einen Rückgang von 15% nahelegen. Die Analysten äußerten dabei weitgehend dieselben Bedenken – die hohe Bewertung angesichts moderater oder negativer Renditen.

Ein wichtiger Punkt für Anleger: Pershing Square generiert einen erheblichen Teil seines Umsatzes aus Gebühren für das Asset Management. Sinken die verwalteten Vermögen, gehen auch die Gebühreneinnahmen zurück – ein Mechanismus, der die Ertragsbasis des Unternehmens unmittelbar belastet.

Wachstumsfantasie trifft auf Bewertungsrisiko

Trotz der Herabstufungen verfügt Pershing Square über konkrete Wachstumspläne. So will das Unternehmen bis Ende 2026 einen neuen Fonds namens „Pershing Square Ventures" auflegen – einen Private-Equity-Fonds, der Investoren Zugang zu Aktien vor dem Börsengang bieten soll. Dies könnte helfen, den Umsatzstrom des Unternehmens auszugleichen.

Darüber hinaus hält Pershing Square eine Mehrheitsbeteiligung am Immobilienentwickler Howard Hughes Holdings. Das Unternehmen hat kürzlich den Spezialversicherer Vantage Group Holdings übernommen. Mit dieser Ergänzung positioniere sich Howard Hughes Holdings laut Ackman in seinem Brief an die Aktionäre im zweiten Quartal als „Berkshire Hathaway der modernen Zeit" – unter Bezugnahme auf das Float-Modell, bei dem das Unternehmen die Cashflows nutzen könnte, um in andere Vermögenswerte zu investieren. Citi nannte dieses Geschäft ausdrücklich als potenziellen Aufwärtskatalysator.

Für deutsche Anleger bleibt die Gemengelage damit zwiespältig. Einerseits verfügt Pershing Square über solide Wachstumserwartungen und eine starke Marke rund um Starinvestor Bill Ackman. Andererseits scheint die Aktie nach der steilen Rallye Opfer ihres eigenen Erfolgs zu sein: Die Bewertung wirkt überbewertet, und Anleger haben bei 60 US-Dollar offenbar Teile ihrer Gewinne realisiert.

Die Einschätzung der Analysten läuft darauf hinaus, dass die Aktie derzeit schlicht etwas zu teuer ist. Anleger sollten das Papier nach Ansicht der Experten jedoch weiterhin im Blick behalten und nach einem günstigeren Einstiegszeitpunkt Ausschau halten.

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