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Citi empfiehlt Kauf von USD/NOK: Fed und Ölpreise belasten Norwegische Krone

Die Citibank setzt auf einen steigenden Dollar gegenüber der Norwegischen Krone – gestützt durch eine restriktive Fed und fallende Ölpreise.

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Citi empfiehlt Kauf von USD/NOK: Fed und Ölpreise belasten Norwegische Krone

Die Citibank empfiehlt ihren Kunden den Kauf des Währungspaares USD/NOK. Als Begründung nennt die US-Großbank zwei wesentliche Faktoren: den überraschend restriktiven Ton der jüngsten US-Notenbanksitzung sowie sinkende Ölpreise, die die Norwegische Krone (NOK) unter Druck setzen dürften.

Die Fed-Sitzung unter Notenbankchef Warsh überraschte die Märkte mit einer hawkishen Haltung. Neun von 18 Vertretern prognostizierten im sogenannten Dot Plot eine Zinserhöhung. Das offizielle Statement betonte die Preisstabilität bei einem stabilen Arbeitsmarkt – ohne jedoch einen konkreten Ausblick auf künftige Zinsentscheidungen zu geben. Gleichzeitig signalisierten die Notenbanker, dass die Juli-Sitzung als „live" gilt, also eine Entscheidung in beide Richtungen möglich bleibt.

Auffällig war zudem, dass die Erklärung der Fed deutlich kürzer ausfiel als gewohnt und keine Hinweise mehr auf künftige Lockerungen enthielt. Citis US-Ökonomen haben ihre Prognose daraufhin nach hinten verschoben und erwarten nun erst zwei Zinssenkungen im Jahr 2026.

Citis EUReka-Modell spricht für den Dollar

Zur Untermauerung ihrer Einschätzung verweist Citi auf ihr sogenanntes EUReka-Modell, das vier fundamentale Signale auswertet: Zinssätze, Aktienmärkte, wirtschaftliche Veränderungen sowie Rohstoff-Terms-of-Trade. Aktuell sind drei der vier Signale positiv für den US-Dollar gestimmt – das Modell ist damit insgesamt optimistisch für den Greenback.

Bereits vor einigen Wochen hatte Citi in ihrer Publikation „Global Macro Strategy – Views and Trade Ideas – Deal or no deal?" angekündigt, den USD bei Kursrücksetzern kaufen zu wollen. Die aktuelle Empfehlung für USD/NOK ist damit eine konsequente Fortsetzung dieser Strategie.

Ölpreis unter 80 Dollar – Krone verliert Rückenwind

Die Norwegische Krone hatte zuletzt von einer Ölpreisrallye profitiert und an Stärke gewonnen. Hintergrund ist die enge Korrelation der NOK mit dem Ölpreis, da Norwegen einer der bedeutendsten Ölexporteure Europas ist. Doch dieser Rückenwind dürfte nun nachlassen: Brent-Rohöl notiert wieder unter 80 US-Dollar pro Barrel.

Ausgelöst wurde der erneute Preisrückgang unter anderem durch die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran, die die Erwartungen an ein steigendes Ölangebot auf dem Weltmarkt befeuerte. Trotz des Ölpreisrückgangs ist die NOK noch immer rund 1,5 Prozent stärker als vor dem Iran-Abkommen – ein Niveau, das Citi als nicht nachhaltig einstuft.

Citi erwartet daher eine Rallye bei USD/NOK: Sinkende Ölpreise dürften die Krone belasten, während eine restriktive Fed den Dollar weiter stützt. Für Anleger, die auf Devisenmärkte setzen, bietet dieses Zusammenspiel aus Geldpolitik und Rohstoffpreisen eine klare Richtungsvorgabe der US-Großbank.

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