ANZEIGE

Chinas Zollbefreiungen für Afrika treiben Yuan-Nutzung voran

Wachsender Handel und Zollabbau stärken Pekings Ambitionen, den Yuan als globale Währungsalternative zu etablieren.

•• 3 Min
Chinas Zollbefreiungen für Afrika treiben Yuan-Nutzung voran

NAIROBI – Der Handel zwischen China und Afrika wächst rasant und verändert dabei auch die Währungslandschaft des Kontinents. Im vergangenen Jahr stieg das Handelsvolumen um fast 18 Prozent, wie chinesische Zolldaten belegen. Gleichzeitig hob Peking im Mai die Zölle auf Importe aus 53 afrikanischen Ländern auf – ein Schritt, der die Warenströme und die Abrechnung in chinesischen Yuan weiter ankurbeln dürfte.

Untersuchungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestätigen: Je stärker ein Land wirtschaftlich mit China verflochten ist, desto mehr nimmt die Nutzung des Yuan zu. Peking kündigte zudem neue Maßnahmen zur Förderung der globalen Nutzung seiner Währung an. Von nigerianischen Rinderknochenpellets über kenianisches Avocadoöl bis hin zu südafrikanischen Äpfeln – chinesische Häfen empfangen nach der Zollbefreiung deutlich mehr afrikanische Fracht.

Banken bauen Yuan-Infrastruktur aus

Die südafrikanische Standard Bank war im November als erste afrikanische Geschäftsbank dem chinesischen grenzüberschreitenden Interbanken-Zahlungssystem CIPS beigetreten. In den ersten vier Monaten wickelte sie bereits 500 Millionen US-Dollar über das System ab. „Die Transaktionen, die wir gesehen haben, wurden primär durch Import- und Exportaktivitäten zwischen China und Afrika getrieben", sagte Ives Yang, Leiter des Vertriebs im Transactional Banking der Standard Bank CIB. Das Institut arbeite daran, CIPS in weiteren Ländern einzuführen.

Auch Standard Chartered Kenya hat begonnen, auf Yuan lautende Akkreditive auszustellen. Diese ermöglichen es kenianischen Kunden, Rabatte zu sichern, indem sie die Kosten für die Dollar-Konvertierung vermeiden. „Wir sehen sie als komplementär an", sagte Birju Sanghrajka, CEO von Standard Chartered Kenya, mit Blick auf das Verhältnis von Yuan und US-Dollar. Er betonte, kaum Anzeichen dafür zu sehen, dass der Yuan den Dollar verdrängen könnte.

Die in Togo ansässige Ecobank, die in 34 afrikanischen Ländern tätig ist, und die Bank of China arbeiten daran, noch in diesem Jahr ein Abrechnungsprodukt zwischen Yuan und lokalen Währungen einzuführen. „China baut seine eigenen Zahlungs- und Abrechnungsschienen auf, die Transaktionen fast augenblicklich ermöglichen könnten", sagte Ecobank-CEO Jeremy Awori.

Schuldenumwandlung und wachsende Abhängigkeit

Chinas Rolle als größter bilateraler Gläubiger für Länder wie Senegal, Äthiopien und Kenia fördert die Yuan-Einführung zusätzlich. Kenia wandelte im vergangenen Jahr drei chinesische Eisenbahnbaukredite von US-Dollar in Yuan um und senkte damit die jährlichen Zinskosten um rund 215 Millionen US-Dollar. Sambia erklärte Ende 2025, Bergbau-Royalties und Steuern von chinesischen Firmen künftig in Yuan zu akzeptieren, um seine Devisenreserven zu stärken und den Schuldendienst gegenüber China zu erleichtern.

Die African Export-Import Bank, die im vergangenen Jahr eine Vereinbarung zur Anbindung an CIPS unterzeichnet hat, gibt an, dass China mittlerweile 20 Prozent des Außenhandels des afrikanischen Kontinents ausmacht – verglichen mit lediglich 5 Prozent vor zwei Jahrzehnten. Dieser Bedeutungszuwachs spiegelt sich auch in den chinesischen Handelsdaten wider: Chinas auf Yuan lautende Importe und Exporte sprangen im April im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 4,38 Billionen Yuan (rund 647 Milliarden US-Dollar).

Kenias Avocado-Boom als Sinnbild des Wandels

Der Trend ist besonders anschaulich in Kenia zu beobachten, wo die Avocado-Exporte nach China von 10 bis 20 Containern pro Woche im Jahr 2022 auf rund 200 Container gestiegen sind. Bis 2030 wird ein Volumen von 1.000 Containern prognostiziert – was den Lieferungen in den langjährigen Hauptmarkt Europa entspräche. Thiku Shah, Geschäftsführer des Verpackungsunternehmens Sunripe, prognostiziert, dass China Europa zwischen 2030 und 2035 als wichtigsten Absatzmarkt überholen könnte.

Für Unternehmer wie den chinesischen Staatsbürger Qu Ming, Eigentümer des in Kenia ansässigen Avocadoöl-Verarbeiters Sanmark Limited mit 50 Mitarbeitern, wäre ein Wechsel zu Yuan-Zahlungen ein klarer Vorteil. „Es wird uns wegen des Wechselkurses helfen", sagte Qu, und verwies darauf, dass auch Kredite angesichts niedrigerer Yuan-Zinssätze günstiger werden könnten.

Banker betonen dennoch, dass der Wechsel zum Yuan eher das Handelswachstum widerspiegelt als eine direkte Herausforderung für den Dollar darstellt. „Ein Teil der Probleme, die wir derzeit weltweit sehen, ist die Frage, wie die Dominanz des Dollars verringert werden kann", sagte Muda Yusuf, CEO des Centre for the Promotion of Private Enterprise in Nigeria. China und Länder wie Russland treiben Zahlungskanäle voran, die den US-Dollar umgehen – was bereits Warnungen von US-Präsident Donald Trump gegen eine Abkehr vom Greenback nach sich zog.

Yuan AfrikaChina Handel AfrikaCips ZahlungssystemRenminbi InternationalisierungZollbefreiung AfrikaStandard Bank CipsDollar Alternative

Meistgelesene News

  1. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.