ANZEIGE

Chipflation: Warum China keine Lösung für steigende Speicherpreise ist

Die Welt gibt 2025 so viel für Speicherchips aus wie nie zuvor – doch chinesische Alternativen lösen das Problem nicht.

•• 3 Min
Chipflation: Warum China keine Lösung für steigende Speicherpreise ist

Die globalen Ausgaben für Speicherchips erreichen in diesem Jahr ein historisches Niveau. Laut einer Analyse des Autors von „Chip War" werden die weltweiten Halbleiterausgaben auf 1,25 Prozent der gesamten Weltwirtschaft steigen – mehr als die Hälfte davon entfällt auf Speicherhersteller. Zum Vergleich: In den vergangenen zwei Jahrzehnten lagen die Ausgaben für Halbleiter im Schnitt bei lediglich 0,47 Prozent des globalen BIP pro Jahr. Die Welt gibt damit in diesem Jahr mehr für Speicherchips aus als für Erfrischungsgetränke, Schuhe oder Smartphones.

Der Treiber dieser Entwicklung ist klar: Künstliche Intelligenz und der massive Ausbau von Rechenzentren weltweit befeuern die Nachfrage nach Halbleitern in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Nvidia, der führende Hersteller von KI-Chips, ist inzwischen rund 5 Billionen US-Dollar wert – weil die Welt plant, etwa fünfmal mehr für KI-Chips auszugeben als noch vor drei Jahren. Für das nächste Jahr werden Halbleiterausgaben von über 1,5 Prozent des globalen BIP prognostiziert – etwa dreimal so viel wie vor drei Jahren.

Rekordmargen bei Speicherchip-Herstellern

Die gestiegene Nachfrage schlägt sich direkt in den Margen der Hersteller nieder. Nvidia weist Bruttomargen von 75 Prozent aus. Noch deutlicher zeigt sich die Preismacht bei Speicherchip-Unternehmen: Micron und SK Hynix haben beide Bruttomargen von über 80 Prozent gemeldet. Auch Zulieferer wie der Chiphersteller TSMC und der Ausrüstungshersteller ASML planen Preiserhöhungen.

Diese sogenannte „Chipflation" bleibt nicht ohne politische Reaktion. US-Senator Bernie Sanders warf Apple öffentlich „unternehmerische Gier" vor, nachdem der Konzern die Preise für MacBooks und iPads erhöht hatte. Apple seinerseits machte Speicherchips für die Kostensteigerungen verantwortlich. Auch Automobilhersteller wie General Motors haben Speicherchips für steigende Produktionskosten verantwortlich gemacht. Die Trump-Administration, die angesichts eines möglichen Inflationsschocks nervös ist, sucht nach Wegen, die Preise zu senken.

Eine diskutierte Option: mehr Chips aus China kaufen. Das in Hefei ansässige Unternehmen CXMT, das DRAM-Chips herstellt, feierte kürzlich seinen Börsengang und war kurzzeitig das wertvollste Unternehmen Chinas. CXMT gilt inzwischen als viertgrößter DRAM-Produzent weltweit und plant weiteres Wachstum. Berichten zufolge soll Apple das Weiße Haus sogar um Erlaubnis gebeten haben, CXMT-Chips verwenden zu dürfen.

Strategische Risiken einer Abhängigkeit von China

Doch die Analyse warnt eindringlich vor dieser Lösung. Derzeit produziert CXMT vor allem Standard-DRAM und nicht das hochkomplexe High-Bandwidth Memory (HBM), das für das Training von KI-Systemen benötigt wird. Sollte CXMT jedoch den technologischen Durchbruch in den Spitzenbereich schaffen, könnte das Unternehmen die gesamte Speicherindustrie grundlegend verändern.

Das eigentliche Risiko liegt jedoch in der Eigentümerstruktur und den strategischen Ambitionen: CXMT befindet sich zu etwa der Hälfte im Besitz von Einheiten mit Verbindungen zur chinesischen Regierung. Globale Wettbewerber befürchten, dass das Unternehmen Kapazitäten ohne Rücksicht auf Rentabilität aufbauen könnte – mit dem Ziel, Käufer dauerhaft von chinesischen Lieferungen abhängig zu machen. Die Trump-Administration hatte ursprünglich geplant, CXMT auf die „Entity List" des Handelsministeriums zu setzen, machte diesen Schritt jedoch im Rahmen eines Abkommens mit China über Zölle und Seltene Erden rückgängig.

Die Speicherchip-Hersteller investieren derweil massiv in neue Kapazitäten. Samsung und SK Hynix bauen große neue Werke in Südkorea, Micron expandiert in Taiwan und den USA. Allein in diesem Jahr haben die Unternehmen zweistellige Milliardenbeträge an Investitionsausgaben zugesagt und für das nächste Jahrzehnt Ausgaben in Höhe von Hunderten Milliarden angekündigt. Auf dem Spiel stehen dabei nicht nur kurzfristige Speicherpreise, sondern eine Branche, die strategisch so bedeutend ist wie nie zuvor.

ChipflationSpeicherchipsCXMTDRAMHalbleiterKi-ChipsMicronSk Hynix

Meistgelesene News

  1. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf
  2. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Nvidia: 1.000 Dollar heute könnten bis 2030 1.800 Dollar wert sein

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.