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Chinas Kupferhütten bündeln Kräfte gegen mächtige Bergbaukonzerne

Das CSPT lädt sechs neue Mitglieder ein, um die Verhandlungsposition bei Kupferkonzentrat-Lieferverträgen zu stärken.

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Chinas Kupferhütten bündeln Kräfte gegen mächtige Bergbaukonzerne

Chinas führende Kupferproduzenten wollen ihre Branchengruppe CSPT (China Smelters Purchase Team) gezielt erweitern, um gegenüber internationalen Bergbauunternehmen mehr Gewicht in die Waagschale zu werfen. Wie vier mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichten, wurden mindestens sechs potenzielle neue Mitglieder zu einer vierteljährlichen Sitzung in Yantai, Provinz Shandong, eingeladen. Ziel ist es, Chinas Stellung als weltgrößter Kupferverbraucher gezielt als Verhandlungshebel einzusetzen.

Das CSPT umfasst derzeit 16 bedeutende Kupferproduzenten und legt traditionell Mindestpreise für Spot-Geschäfte zur Verarbeitung von Kupferkonzentrat fest. Zu den eingeladenen Unternehmen zählen laut zwei der Quellen Guangxi Nanguo, Chizhou Guanhua, Xinjiang Wuxin, Bayannur Feishang, Chifeng Fubang und Yanggu Xiangguang. Eine formelle Aufnahme ist jedoch noch nicht beschlossene Sache, da ein offizielles Verfahren durchlaufen werden muss.

Die Strategie erinnert an Chinas zunehmend konfrontative Verhandlungstaktik auf dem Eisenerzmarkt, wo das Land ebenfalls versucht, seine Marktmacht als dominanter Abnehmer auszuspielen. Eine Erweiterung des CSPT auf nahezu alle chinesischen Schmelzhütten könnte die kollektive Verhandlungsmacht der Gruppe erheblich steigern.

Negative Schmelzgebühren belasten die Branche

Im Zentrum des Konflikts stehen die sogenannten Schmelz- und Raffinationsgebühren, kurz TC/RCs. Normalerweise zahlen Minenbetreiber diese Gebühren an die Hütten, damit diese das Erz zu raffiniertem Metall verarbeiten. Doch aufgrund eines anhaltenden Mangels an Konzentratlieferungen befinden sich die Spot-TC/RCs seit Monaten tief im negativen Bereich – ein ungewöhnlicher und belastender Zustand für die Schmelzbetriebe.

Das bedeutet konkret: Die Hütten müssen faktisch für die Verarbeitung des Materials bezahlen, anstatt dafür entlohnt zu werden. Um überhaupt Gewinne zu erzielen, sind sie zunehmend auf den Verkauf des Nebenprodukts Schwefelsäure angewiesen. TC/RCs sinken typischerweise, wenn das Konzentratangebot knapp ist, und steigen wieder, wenn sich die Verfügbarkeit verbessert.

Aktuell befinden sich chinesische Kupferhütten in Verhandlungen mit dem chilenischen Bergbauunternehmen Antofagasta über Lieferverträge für Konzentrat. Beim jüngsten CSPT-Treffen lehnte die Gruppe es ab, eine vierteljährliche Orientierungshilfe für TC/RCs herauszugeben – bereits zum sechsten Quartal in Folge.

Produktionsdisziplin bleibt eine Herausforderung

Ob eine erweiterte CSPT-Gruppe tatsächlich zu besseren Konditionen führen wird, ist ungewiss. Die Erfolgsbilanz der Gruppe bei der Disziplinierung der eigenen Branche ist gemischt. Im vergangenen Jahr verpflichteten sich die Mitglieder, die Kupferproduktion bis 2026 um 10 Prozent zu drosseln – doch bisher ist das Gegenteil eingetreten.

Laut den jüngsten Daten des chinesischen Nationalen Statistikamtes wuchs die Produktion von raffiniertem Kupfer zwischen Januar und April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,4 Prozent. Dieses Wachstum steht in direktem Widerspruch zu den selbst gesetzten Zielen der Gruppe und schwächt ihre Verhandlungsposition gegenüber den Minenbetreibern.

Yanggu Xiangguang, eine der eingeladenen Schmelzhütten, verfügt über eine Jahreskapazität von 400.000 Tonnen und wird vom Konzern C&D Inc kontrolliert. Reuters-Anfragen an C&D Inc sowie an die Xinjiang Nonferrous Metal Group, Eigentümerin von Xinjiang Wuxin, blieben zunächst unbeantwortet. Auch Anrufe bei Guangxi Nanguo und Chifeng Fubang blieben ohne Reaktion.

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