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China streicht Steuervorteile: Batterieaktien unter Druck

Chinas Regierung dreht den Subventionshahn für Batterie- und Solarhersteller zu. Die Ankündigung löste gegensätzliche Reaktionen an den Börsen aus: Während Solaraktien zulegten, brachen Batteriehersteller wie CATL deutlich ein.

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China streicht Steuervorteile: Batterieaktien unter Druck

Chinesische Batterieaktien erlitten am Montag deutliche Kursverluste, nachdem Peking das Ende wichtiger Exportsteuervergütungen angekündigt hatte. Die Maßnahme könnte die globale Wettbewerbslandschaft in den Lieferketten für saubere Energie grundlegend verändern.

Gestaffelte Abschaffung der Steuervorteile

Das chinesische Finanzministerium und die Staatliche Steuerverwaltung teilten am Freitag mit, dass die Mehrwertsteuer-Exportvergütungen für Photovoltaikprodukte ab dem 1. April 2026 vollständig wegfallen. Für Batterieprodukte erfolgt die Kürzung in zwei Schritten: Zunächst sinkt die Vergütung von 9% auf 6% für das restliche Jahr 2026, bevor sie zum 1. Januar 2027 komplett entfällt.

Dieser Strategiewechsel beendet eine jahrelange Subventionspolitik, die chinesischen Herstellern aggressive Preisstrategien auf den internationalen Märkten ermöglicht hatte. Die Exportvergütungen hatten es den Unternehmen erlaubt, Produkte günstiger anzubieten und so Marktanteile zu gewinnen.

Solarbranche profitiert von Ankündigung

Paradoxerweise reagierten Solaraktien positiv auf die Nachricht. Trina Solar legte in Shanghai um fast 10% zu, während Jinko Solar um bis zu 8% kletterte. Investoren spekulieren, dass höhere Exportpreise die chronische Überkapazität im Sektor lindern und die Gewinnmargen stabilisieren könnten.

Die chinesische Solarindustrie leidet seit Jahren unter ruinösem Wettbewerb und Preisverfall. Analysten sehen in der Streichung der Subventionen eine Chance für Marktkonsolidierung und gesündere Margen.

Batteriehersteller unter Verkaufsdruck

Die Batterieindustrie hingegen reagierte mit deutlichen Kursverlusten. Der Weltmarktführer Contemporary Amperex Technology (CATL) verlor bis zu 5%, EVE Energy gab 3% nach. Für Batteriehersteller bedeuten wegfallende Exportvergütungen höhere Kosten bei ohnehin bereits dünnen Margen.

Die Branche kämpft mit Überkapazitäten und intensivem Wettbewerb. Die zusätzliche Belastung durch höhere Exportkosten könnte kleinere Hersteller in Bedrängnis bringen und Konsolidierung beschleunigen.

Auswirkungen auf globale Märkte

Die Politikänderung dürfte auch internationale Auswirkungen haben. Europäische und amerikanische Hersteller könnten von geschwächter chinesischer Preisaggressivität profitieren. Gleichzeitig könnten höhere Preise für Batterien und Solarpanels den Ausbau erneuerbarer Energien verteuern.

Branchenexperten erwarten, dass die Maßnahme den Druck auf westliche Regierungen erhöht, eigene Produktionskapazitäten aufzubauen und die Abhängigkeit von chinesischen Lieferanten zu reduzieren.

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