China wirbt um ausländische Investitionen: He Lifeng trifft Ex-US-Finanzminister Geithner
Chinas Vizepremier He Lifeng hat ausländische Unternehmen aufgerufen, ihre Investitionen im Reich der Mitte zu verstärken. Das Signal kam bei einem Treffen mit dem ehemaligen US-Finanzminister Timothy Geithner in Peking.

Chinas Vizepremier He Lifeng hat ausländische Unternehmen und Investoren aufgerufen, ihr Engagement in China zu verstärken. Bei einem Treffen mit dem ehemaligen US-Finanzminister Timothy Geithner in Peking am Montag betonte der hochrangige Funktionär die Offenheit des Landes für internationale Kooperationen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
Signale der Öffnung trotz geopolitischer Spannungen
Die Äußerungen He Lifengs erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem China verstärkt um ausländisches Kapital wirbt. Das Treffen mit Geithner, der von 2009 bis 2013 US-Finanzminister war und heute das Beratungsunternehmen Warburg Pincus leitet, unterstreicht Pekings Bemühungen, den Dialog mit westlichen Wirtschaftsvertretern aufrechtzuerhalten.
Wirtschaftliche Herausforderungen für China
Die chinesische Wirtschaft steht vor mehreren Herausforderungen, darunter eine schwächelnde Inlandsnachfrage und Unsicherheiten im Immobiliensektor. Ausländische Direktinvestitionen sind für Peking daher von strategischer Bedeutung, um Wachstumsimpulse zu setzen und technologisches Know-how ins Land zu holen.
Bedeutung für deutsche Investoren
Für deutsche Unternehmen, die bereits stark in China engagiert sind, könnten die Signale aus Peking neue Perspektiven eröffnen. Allerdings bleiben geopolitische Risiken und regulatorische Unsicherheiten wichtige Faktoren bei Investitionsentscheidungen. Die Automobilindustrie und der Maschinenbau zählen zu den Branchen mit traditionell hohem China-Engagement.
Das Treffen zwischen He Lifeng und Geithner zeigt, dass China trotz angespannter Beziehungen zu den USA den wirtschaftlichen Dialog auf informeller Ebene fortsetzt. Beobachter werten dies als pragmatischen Ansatz, um Investitionsströme nicht vollständig versiegen zu lassen.
