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China blockiert Metas geplante Übernahme von KI-Startup Manus

Pekings Planungsbehörde untersagt das zwei Milliarden Dollar schwere Deal – ein seltener Eingriff gegen ausländische Investitionen.

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China blockiert Metas geplante Übernahme von KI-Startup Manus

China hat die geplante Übernahme des Agentic-KI-Startups Manus durch Meta Platforms Inc. blockiert. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) ordnete am Montag die Absage des rund zwei Milliarden US-Dollar schweren Deals an. Der Schritt gilt als überraschend und markiert einen seltenen direkten Eingriff der chinesischen Staatsplanung in eine ausländische Investitionstransaktion.

Die mächtige staatliche Planungsbehörde veröffentlichte eine einzeilige Bekanntmachung, in der sie erklärte, ausländische Investitionen in das Startup im Einklang mit Gesetzen und Vorschriften zu untersagen. Weitere Einzelheiten oder Begründungen nannte die Kommission nicht. Die knappe Mitteilung lässt dennoch keinen Zweifel am Ergebnis: Das Geschäft ist gescheitert.

Die Transaktion war bereits im Vorfeld in die Kritik geraten. Beobachter hatten den möglichen Abfluss von Technologie in die USA als zentralen Streitpunkt identifiziert. Manus gilt als eines der vielversprechendsten KI-Startups im Bereich der sogenannten Agentic AI – also künstlicher Intelligenz, die eigenständig komplexe Aufgaben plant und ausführt.

Geopolitischer Kontext: Technologie als strategisches Gut

Der Vorgang reiht sich in ein breiteres Muster ein, das den globalen Technologiewettbewerb zwischen den USA und China widerspiegelt. Beide Länder betrachten fortschrittliche KI-Technologien zunehmend als strategisch bedeutsam und schützen entsprechende Unternehmen vor dem Zugriff ausländischer Akteure. Während die USA chinesische Investitionen in amerikanische Technologieunternehmen seit Jahren kritisch prüfen, zeigt Peking nun, dass es ähnliche Instrumente auch in die andere Richtung einsetzen kann.

Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission ist eine der mächtigsten Behörden in Chinas Wirtschaftssystem. Sie fungiert als zentrale staatliche Planungsstelle und hat weitreichende Befugnisse, wirtschaftliche Aktivitäten zu regulieren und zu steuern – einschließlich der Kontrolle über ausländische Investitionen in als sensibel eingestufte Sektoren.

Für Meta bedeutet das Scheitern der Übernahme einen empfindlichen Rückschlag im Rennen um führende KI-Talente und -Technologien. Der Konzern hatte offenbar erhebliche Ressourcen in die geplante Transaktion investiert. Ob und wie Meta auf die Blockade reagieren wird, ist bislang nicht bekannt.

Manus AI: Ein aufstrebender Akteur im KI-Bereich

Manus hatte zuletzt international Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das Startup entwickelt KI-Agenten, die in der Lage sind, mehrstufige Aufgaben autonom zu erledigen – ein Bereich, der als einer der nächsten großen Entwicklungsschritte in der künstlichen Intelligenz gilt. Die Bewertung von rund zwei Milliarden US-Dollar unterstreicht, welches Potenzial Investoren dem Unternehmen zuschreiben.

Die Entscheidung Pekings dürfte auch andere ausländische Technologiekonzerne aufhorchen lassen, die Übernahmen chinesischer KI-Unternehmen erwägen. Sie zeigt, dass China bereit ist, solche Transaktionen aktiv zu unterbinden, wenn nationale Interessen berührt werden.

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