ANZEIGE

Buy, Borrow and Die: Wertpapierkredite erreichen 5,4 Billionen Dollar

Eine neue Deloitte-Erhebung beleuchtet das intransparente Geschäft mit Wertpapierkrediten, das stark gewachsen ist.

•• 2 Min
Buy, Borrow and Die: Wertpapierkredite erreichen 5,4 Billionen Dollar

„Buy, Borrow and Die" lautet ein Mantra der Reichen. Wer über ein großes Aktienportfolio verfügt, nimmt gerne Kredite gegen diese Bestände auf, statt Anteile zu verkaufen, wenn Villen, Yachten oder ganze Filmstudios finanziert werden sollen. Für Banken und andere Kreditgeber scheint dagegen die Strategie „Lend-and-thrive" zu gelten: Durch diese Arrangements lassen sich nahezu alle Gebühren als reiner Gewinn verbuchen, weil Ausfälle bei den Sicherheiten selten sind und sich der Großteil der Positionen schnell veräußern lässt.

Einen umfassenden Einblick in diese intransparente Ecke der Finanzwelt liefert nun eine Erhebung von Deloitte, die 57 der größten privaten Banken und andere Kreditgeber weltweit umfasst und vom Wall Street Journal geprüft wurde. Banken weisen solche Kredite in ihren Bilanzen nicht immer gesondert aus, und eine zentrale Statistik über das ausstehende Volumen existiert nicht. Der Bericht zeigt, dass aktienbasierte Kredite, in Europa und Asien besser unter dem Begriff Lombardkredite bekannt, zunehmend auch für Personen mit geringerem Vermögen zugänglich werden.

Ein Markt mit 5,4 Billionen Dollar Volumen

Deloitte schätzt, dass im Wertpapierkreditgeschäft rund 5,4 Billionen Dollar ausgeliehen werden. Als Sicherheiten dienen meist Aktien- und Anleiheportfolios, aber auch Fonds und Kryptowährungen. Diese Summe ist stark gestiegen, weil mehr globales Vermögen in die Märkte fließt und die Vermögenspreise klettern. Die Wachstumsrate des Marktes habe in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich 12 Prozent betragen, so die Deloitte-Berater.

„Früher war dies eher ein Produkt für das Wealth Management und nicht für die Masse", sagte Eric Gutzwiller, der Leiter des Kreditgeschäfts bei Deloitte Schweiz. „Heute erkunden nicht nur die ultrahochvermögenden Kunden, sondern auch immer mehr die unteren Vermögenssegmente bis hin zu Wohlhabenden – und sogar Privatkunden – dieses Produkt."

Rund 30 Prozent des Marktes entfallen nach Schätzung von Deloitte auf die USA, was den größten Länderanteil im Bericht darstellt. Andere Hochburgen wie die Schweiz und Liechtenstein machen zusammen rund 12 Prozent aus.

Tatsächliche Kreditaufnahme deutlich niedriger

Die tatsächliche Kreditaufnahme dürfte niedriger liegen, da Kunden ihre Kreditlinien oft nicht vollständig ausschöpfen. Deloitte schätzt, dass die reale Inanspruchnahme gegen Kreditlinien eher bei 1,6 Billionen Dollar liegen dürfte. Die Zahlen beinhalten auch Margin-Kredite, bei denen das Ziel typischerweise darin besteht, Investitionen mit weniger Eigenkapital aufzubauen, anstatt Vermögenswerte zu verkaufen, um andere Dinge zu kaufen. Dieser Teilbereich der Kreditaufnahme ist in diesem Jahr stark angestiegen.

Wertpapieraufsichtsbehörden haben gewarnt, dass Kunden über das Risiko von Zwangsverkäufen in einem Marktabschrung sowie über die potenziellen steuerlichen Konsequenzen aufgeklärt werden müssen. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung insofern relevant, als Lombardkredite auch hierzulande als Instrument der Liquiditätsbeschaffung genutzt werden – jedoch mit denselben Risiken: Fallen die Kurse der hinterlegten Wertpapiere, können Kreditgeber Nachschüsse verlangen oder Positionen zwangsweise verkaufen.

Der Deloitte-Bericht macht damit ein Segment sichtbar, das lange im Verborgenen wuchs. Während die Strategie der Reichen weiter Konjunktur hat, öffnet sich das Geschäft einer breiteren Kundschaft – mit entsprechend größeren Risiken für jene, die weniger Polster für Marktschwankungen mitbringen.

Buy Borrow DieWertpapierkreditLombardkreditDeloitte StudieMargin-KrediteVermögensstrategieWertpapierleihe

Meistgelesene News

  1. KI nur für Top-Mitarbeiter: Paysend-CEO setzt auf Leistungsnachweis
  2. XRP als Millionärsmacher? Warum ein 1.000-facher Anstieg unrealistisch ist
  3. Tesla nach Q3-Zahlen: Warum die Aktie trotz Rabatt teuer bleibt
  4. Shell und Exxon verkaufen Chemiekonzern Infineum für 8 Milliarden Dollar
  5. General Motors kündigt Liefervertrag: Rechtsstreit mit Vacuumschmelze

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.