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Brasilien-Wahl: Lula führt knapp vor Bolsonaro-Sohn in Umfrage

Lula und Bolsonaro-Sohn liefern sich in Brasilien ein Kopf-an-Kopf-Rennen vor der Wahl.

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Brasilien-Wahl: Lula führt knapp vor Bolsonaro-Sohn in Umfrage

Die Präsidentschaftswahl in Brasilien spitzt sich zu: Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts BTG Pactual/Nexus liegt Amtsinhaber Luiz Inacio Lula da Silva in einer möglichen Stichwahl knapp vor Senator Flavio Bolsonaro. Die am Montag veröffentlichte Befragung zeigt ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das innerhalb der statistischen Fehlertoleranz liegt.

In einer Stichwahl würde Lula demnach 46 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen, während Flavio Bolsonaro – der älteste Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro – auf 45 Prozent kommt. Die Differenz von einem Prozentpunkt liegt innerhalb der Fehlermarge von zwei Prozentpunkten, womit die beiden Kandidaten statistisch gesehen gleichauf liegen. Bereits eine Umfrage vom 14. September hatte ein ähnlich knappes Bild gezeigt: Damals führte Lula mit 47 zu 46 Prozent vor Bolsonaro.

Erste Wahlrunde am 4. Oktober

Für die erste Wahlrunde, die am 4. Oktober stattfindet, ergibt die aktuelle Erhebung ein etwas klareres Bild. Lula würde hier 40 Prozent der Stimmen erhalten, gefolgt von Bolsonaro mit 37 Prozent. Dahinter liegen Augusto Cury mit sechs Prozent, Ronaldo Caiado mit fünf Prozent und Renan Santos mit drei Prozent. Die vorherige Umfrage zur ersten Runde hatte für Lula 42 Prozent, für Bolsonaro 37 Prozent und für Cury sechs Prozent ergeben – Lula verliert demnach zwei Prozentpunkte, während Bolsonaro stabil bleibt.

Um eine Stichwahl zu vermeiden, müsste ein Kandidat mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen auf sich vereinen. Angesichts der aktuellen Zahlen erscheint dies für keinen der beiden Spitzenkandidaten realistisch. Sollte tatsächlich kein Kandidat diese Hürde überspringen, treten die beiden stimmenstärksten Bewerber in einer zweiten Runde am 25. Oktober gegeneinander an.

Umfragedetails und Methodik

Das Institut Nexus führte die Befragung vom 18. bis 20. September durch. Befragt wurden insgesamt 2.006 Personen. Die Ergebnisse zeigen ein politisch tief gespaltenes Land, in dem die Wählerschaft nahezu gleichmäßig zwischen den beiden Lagern verteilt ist.

Für Anleger und Marktbeobachter ist der Wahlausgang von großer Bedeutung. Lula, der Brasilien bereits von 2003 bis 2010 regierte, steht für eine eher linke Wirtschaftspolitik, während die Bolsonaro-Familie für wirtschaftsliberale und konservative Positionen bekannt ist. Die Unsicherheit über den Wahlausgang könnte kurzfristig für Volatilität an den brasilianischen Finanzmärkten sorgen.

Die kommenden Wochen bis zur ersten Wahlrunde am 4. Oktober werden zeigen, ob sich die Kräfteverhältnisse noch verschieben oder ob Brasilien tatsächlich auf eine hochspannende Stichwahl am 25. Oktober zusteuert.

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