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BMW baut 20 Prozent der Manager mit KI ab

Der Münchner Autobauer will bis Mitte nächsten Jahres ein Fünftel der Managementstellen streichen und setzt dabei auf künstliche Intelligenz.

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BMW baut 20 Prozent der Manager mit KI ab

BMW will bis Mitte des nächsten Jahres rund ein Fünftel seiner Managementstellen abbauen. Wie der Münchner Autobauer am Mittwoch mitteilte, soll der Stellenabbau mithilfe des Einsatzes künstlicher Intelligenz erfolgen. Die Maßnahme ist Teil eines vereinbarten Abfindungsplans, mit dem das Unternehmen seine Kosten senken und die Profitabilität steigern will.

Das entspricht einem Rückgang von 20 Prozent bei den Führungspositionen. Der Abbau soll laut BMW durch die Verkleinerung einzelner Geschäftsbereiche und der damit verbundenen Managementstellen erreicht werden. Der Hersteller von Luxusfahrzeugen erklärte zudem, dass sich die Kürzungen auch auf untere Hierarchieebenen auswirken werden.

Treibende Kraft hinter dem Personalabbau ist das Ziel, das Unternehmen agiler aufzustellen. BMW will dies nach eigenen Angaben durch den effizienten Einsatz künstlicher Intelligenz erreichen. Die Technologie übernimmt demnach Aufgaben, die bislang von Führungskräften wahrgenommen wurden, und soll so schlankere Strukturen ermöglichen.

Rückkehr in die Zielmarge rückt näher

Der Stellenabbau steht im Zusammenhang mit den übergeordneten Sparbemühungen des Konzerns. BMW hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Beginn des nächsten Jahrzehnts wieder innerhalb seines langfristigen Zielkorridors für die Automobilmarge von 8 bis 10 Prozent zu operieren. Zuletzt lag das Unternehmen nach Einschätzung der Verantwortlichen außerhalb dieser Spanne.

Der Margendruck in der Automobilbranche ist seit geraumer Zeit hoch. Hersteller müssen hohe Investitionen in Elektromobilität und Digitalisierung stemmen, während gleichzeitig der Preisdruck und die Kostenbelastung steigen. BMW reagiert darauf mit einer Kombination aus Effizienzsteigerung und Personalkürzungen.

Für Anleger ist die Rückkehr in die Zielmarge ein wichtiges Signal. Der Korridor von 8 bis 10 Prozent gilt als Kennzahl für die Ertragskraft des Kerngeschäfts und wird von Analysten eng verfolgt. Gelingt es BMW, diese Spanne zu erreichen, dürfte sich das positiv auf die Bewertung der Aktie auswirken.

KI als Hebel für schlankere Strukturen

Der geplante Einsatz künstlicher Intelligenz ist bemerkenswert, weil er nicht nur auf Produktions- oder Verwaltungsprozesse abzielt, sondern direkt auf Führungsebenen. BMW folgt damit einem Branchentrend, bei dem Automobilhersteller zunehmend auf Automatisierung und digitale Werkzeuge setzen, um Overhead zu reduzieren.

Der Abfindungsplan, der dem Abbau zugrunde liegt, wurde nach Angaben des Unternehmens bereits vereinbart. Details zu den konkreten Konditionen oder der genauen Zahl der betroffenen Beschäftigten nannte BMW in der Mitteilung nicht. Unklar blieb auch, welche Geschäftsbereiche genau verkleinert werden sollen.

Für deutsche Privatanleger ist die Nachricht vor dem Hintergrund der angespannten Lage der deutschen Automobilindustrie einzuordnen. Die Branche steht unter Druck, gleichzeitig sinken die Margen und der Wettbewerb mit internationalen Herstellern, insbesondere aus China, nimmt zu. BMW versucht mit dem Sparprogramm, seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Ob der Abbau von 20 Prozent der Managementstellen ausreicht, um die angestrebte Marge zu erreichen, wird sich zeigen. Das Unternehmen hat sich bis zum Beginn des nächsten Jahrzehnts Zeit gesetzt, um wieder im Zielkorridor zu operieren. Bis dahin dürften weitere Effizienzmaßnahmen folgen.

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