Berkshire Hathaway macht Alphabet zur drittgrößten Aktienposition
Das Konglomerat stockte Alphabet um 83% auf und investierte netto fast 20 Milliarden Dollar im zweiten Quartal.

Berkshire Hathaway hat seine Beteiligung an <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet, der Muttergesellschaft von Google, im zweiten Quartal 2025 massiv ausgebaut. Ende Juni hielt das Konglomerat rund 106 Millionen Alphabet-Aktien im Wert von 37,9 Milliarden Dollar. Die Position wuchs damit im Quartalsverlauf um beeindruckende 83% – und katapultierte Alphabet damit auf Platz drei der größten börsennotierten US-Aktienpositionen von Berkshire.
Nur die Investitionen in Apple und American Express übersteigen die Alphabet-Beteiligung noch. Der sprunghafte Anstieg spiegelt dabei weitgehend einen privaten Aktienkauf im Wert von 10 Milliarden Dollar wider, der Anfang Juni angekündigt worden war. Alphabet hatte damals frisches Kapital gesucht, um seinen massiven Ausbau der KI-Infrastruktur zu finanzieren. Warren Buffett, der heutige Chairman von Berkshire, erklärte gegenüber CNBC, dass er gemeinsam mit dem neuen CEO Greg Abel hinter der optimistischen Einschätzung zu Alphabet stehe.
Rückkehr in die Luftfahrt und Wohnungsbau im Fokus
Berkshire baute im zweiten Quartal auch seine Wette auf die Luftfahrtbranche weiter aus. Die Beteiligung an Delta Air Lines stieg um 44% auf 57,3 Millionen Aktien, die Ende Juni mit rund 5,4 Milliarden Dollar bewertet wurden. Damit setzt Berkshire ein klares Signal: Das Unternehmen kehrt zu einem Sektor zurück, den es zu Beginn der Corona-Pandemie vollständig verlassen hatte, als Buffett alle Airline-Beteiligungen veräußerte.
Auch der Wohnungsbausektor rückte stärker in den Fokus. Berkshire stockte seine Position in Lennar-Aktien der Klasse A um fast 30% auf 13,1 Millionen Anteile auf – ein Wert von rund 1,19 Milliarden Dollar. Die Bestände der Klasse B stiegen um 25% auf rund 298.000 Aktien. Darüber hinaus meldete Berkshire eine neue, zunächst kleine Position beim Wohnungsbauunternehmen D. R. Horton mit 3.600 Aktien zum Stand Ende Juni. Im selben Quartal schloss Berkshire zudem die Übernahme von Taylor Morrison ab, einem in Scottsdale, Arizona, ansässigen Wohnungsbauunternehmen.
Ende einer langen Verkaufsserie – Barreserven sinken
Besonders bemerkenswert ist der strategische Schwenk bei den Nettokäufen. Berkshire beendete im zweiten Quartal eine Serie von 14 aufeinanderfolgenden Quartalen als Nettoverkäufer und trat mit Nettokäufen von fast 20 Milliarden Dollar wieder als klarer Käufer am Markt auf. Dies signalisiert, dass das Konglomerat unter der neuen Führung von CEO Greg Abel aktiv nach attraktiven Investitionsmöglichkeiten sucht.
Die Barreserven von Berkshire sanken zum 30. Juni auf 365,5 Milliarden Dollar, nachdem sie im Vorquartal noch einen Rekordwert von 397,4 Milliarden Dollar erreicht hatten. Der Rückgang ist auf die verstärkten Investitionen sowie Aktienrückkäufe zurückzuführen. Für Anleger ist dies ein deutliches Zeichen: Berkshire setzt seinen enormen Kapitalberg nun gezielt ein – in Technologie, Luftfahrt und Wohnungsbau gleichermaßen.
