ANZEIGE

Berkshire Hathaway erreicht Rekordhochs, doch die Oktober-Rallye stockt

Berkshire Hathaway markiert neue Allzeithochs, verliert aber an Dynamik – während die Alphabet-Beteiligung Milliarden einbüßt.

•• 4 Min
Berkshire Hathaway erreicht Rekordhochs, doch die Oktober-Rallye stockt

Berkshire Hathaway hat in einer ansonsten schwachen Handelswoche weitere Allzeithochs markiert. Die Class-A-Aktie schloss am Montag mit einem Rekordhoch von 821.931 US-Dollar, legte für die Woche jedoch nur um 0,3 Prozent auf 815.600 Dollar zu. Beim Eröffnungshandel am Freitag stieg sie fast auf 822.929 Dollar, verfehlte damit aber das intraday-Rekordhoch von 824.765 Dollar, das in der Vorwoche gesetzt worden war.

Auch die breiter gehandelten Class-B-Aktien setzten am Montag ein neues Rekordhoch im Schlusskurs und beendeten den Tag bei 548,56 Dollar. Ihr Hoch während der Freitagssession von 550,47 Dollar reichte für einen neuen Allzeithoch-Intraday-Wert und übertraf das Hoch vom vergangenen Donnerstag von 549,96 Dollar. Für die Woche legten sie jedoch weniger als 0,1 Prozent zu.

Berkshire schließt den Oktober mit deutlichem Vorsprung ab

Trotz der nachlassenden Dynamik beendet Berkshire den Oktober mit starken Gewinnen, insbesondere im Vergleich zu den großen US-Indizes. Der Monat schließt mit einem Plus von 8,9 Prozent ab, während der S&P 500 um 0,9 Prozent fiel und der Nasdaq Composite um 5,3 Prozent sank. Der Nasdaq verlor am Freitag allein 2,9 Prozent – sein schlimmster Ein-Tages-Rückgang seit Juni –, da Kapital aus hochfliegenden KI- und Technologieaktien abgezogen wird, bedingt durch Ausgabenbedenken.

Berkshire scheint von der Rotation hin zu bewährten Grundwerten („back-to-basics“) zu profitieren. Das jahresbeginnbezogene Defizit von BRK.B gegenüber dem S&P 500 verringerte sich von 3,5 Prozentpunkten in der Vorwoche auf 2,8 Prozentpunkte. Über die letzten zwölf Kalendermonate liegt die Aktie gegenüber dem S&P um mehr als zwei Prozentpunkte in Führung.

KI-Bedenken lassen Berkshires Alphabet-Wette um Milliarden schrumpfen

Während die Berkshire-Aktie von der Abkehr Wall Streets von KI-Aktien profitiert, erleidet eine große Beteiligung im Eigenkapitalportfolio erheblichen Schaden. Der Marktwert von Google-Mutterkonzern Alphabet fiel am Donnerstag um rund 500 Milliarden Dollar, als die Aktie um fast 13 Prozent einbrach – ihr schlechtester Tag seit dem Börsengang im Jahr 2004.

Der Quartalsbericht für das dritte Quartal wies einen negativen Free Cash Flow von 9,1 Milliarden Dollar aus, mehr als das Dreifache der von Analysten erwarteten 2,7 Milliarden Dollar. Das weckte bei Investoren Bedenken hinsichtlich der enormen Kosten für den Aufbau der KI-Infrastruktur. Gleichzeitig verfehlte der Umsatz aus Websuchen zum zweiten Quartal in Folge die Schätzungen.

Berkshires Engagement in Alphabet, das von Buffett im vergangenen Jahr initiiert und im zweiten Quartal dieses Jahres durch eine private Platzierung über 10 Milliarden Dollar erhöht wurde, erreichte Anfang August ein Hoch von 40 Milliarden Dollar. Seitdem hat es ein Viertel seines Wertes verloren und fiel am Freitag auf 29,6 Milliarden Dollar, womit es zur viertgrößten Eigenkapitalposition wurde. Coca-Cola rückte auf den dritten Platz vor: Die Position stieg von einem Tief von 32,5 Milliarden Dollar Ende Juli auf nun 37,6 Milliarden Dollar – ein Anstieg von fast 16 Prozent. Schätzungen von Barron's zufolge zahlte Berkshire wahrscheinlich mehr als 300 Dollar pro Alphabet-Aktie, „vielleicht nahe an 320“, was die Investition bisher in die roten Zahlen bringt.

Berkshire reduziert DaVita-Anteil erneut

In einer Offenlegung bei der SEC gab Berkshire bekannt, dass es am Dienstag DaVita-Aktien im Wert von 69 Millionen Dollar verkaufte. Die verbleibenden 28,3 Millionen Anteile des Dialyseanbieters sind 5,3 Milliarden Dollar wert. Die Reduzierung ist kein Zeichen für eine geänderte Einschätzung des Unternehmens, sondern die jüngste in einer Reihe vierteljährlicher Verkäufe im Rahmen einer Vereinbarung mit DaVita aus dem Jahr 2024.

Darin verpflichtete sich Berkshire, seinen Anteil am Unternehmen bei 45 Prozent oder darunter zu halten. Da DaVita seine ausgegebenen Anteile durch Buybacks reduziert, muss Berkshire ebenfalls kürzen, um das Verhältnis intakt zu halten. DaVita-Aktien sind im laufenden Jahr um 65 Prozent gestiegen, trotz eines Rückgangs von mehr als 23 Prozent im August, als das Unternehmen enttäuschende Quartalszahlen wenige Tage vor Berkshires vorheriger Kürzung bekannt gab. Zusätzlich meldete Berkshire den Abschluss einer weiteren Investition in Höhe von 330 Millionen Dollar in Bending Spoons.

Buffett und Munger über Robinhood und Glücksspiel

In einem Archiv-Highlight aus dem Jahr 2021 diskutierten Warren Buffett und Charlie Munger die Handels-App Robinhood. Buffett äußerte sich besorgt darüber, wie das Unternehmen mit seiner Einkommensquelle umgehe, und verwies darauf, dass ein erheblicher Teil der Nutzer mit Optionen handle. Munger wurde deutlicher: „Ich finde es furchtbar, dass etwas wie das Investment von zivilisierten Männern und anständigen Bürgern anzieht. Es ist tiefgreifend falsch.“ Er verglich die staatlichen Lotterien mit dem Geschäft von Robinhood und sagte, die Bundesstaaten hätten „die Mafia als Betreiber der Glücksspielnummer ersetzt“.

Berkshire HathawayWarren BuffettClass-A-AktieAlphabetDavitaS&P 500NasdaqKi-Aktien

Meistgelesene News

  1. SpaceX-Aktie: Was 10.000 Dollar bis 2030 wert sein könnten
  2. Trump: Entscheidung über Iran steht bevor – Deal oder Angriff
  3. Deutsche Telekom bremst Fusion mit T-Mobile US aus
  4. Weil Gotshal & Manges: Wie die Wall-Street-Kanzlei in die Krise geriet
  5. Trump vor Entscheidung: Abkommen mit Iran oder militärisches Vorgehen

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.