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Berkshire Hathaway: Abel investiert Buffetts gigantischen Cash-Berg

Das operative Ergebnis stieg um 16% auf 12,98 Milliarden Dollar – und CEO Greg Abel dreht den Investitionshahn auf.

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Berkshire Hathaway: Abel investiert Buffetts gigantischen Cash-Berg

Berkshire Hathaway hat im zweiten Quartal 2026 ein starkes operatives Ergebnis erzielt und gleichzeitig einen strategischen Kurswechsel vollzogen. Das operative Ergebnis kletterte um 16% auf 12,98 Milliarden Dollar, verglichen mit 11,16 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Noch bedeutsamer ist jedoch, dass der neue CEO Greg Abel begonnen hat, den von Warren Buffett angehäuften Rekord-Cash-Berg aktiv zu investieren.

Abel, der Anfang des Jahres die Nachfolge des legendären Investors Buffett angetreten hat, setzt damit ein klares Signal an die Aktionäre. Diese hatten seit geraumer Zeit gefordert, dass Berkshire einen Teil seiner enormen Barmittelreserven außerhalb von US-Staatsanleihen einsetzt. Das Konglomerat wurde im zweiten Quartal mit Nettokäufen von fast 20 Milliarden Dollar erstmals seit 14 Quartalen wieder zum Nettokäufer von Aktien.

Starkes Wachstum in Energie, Bahn und Fertigung

Die Wachstumstreiber im Quartal waren breit aufgestellt. Die Gewinne in den Bereichen Fertigung, Dienstleistungen und Einzelhandel sprangen um 24% auf 4,47 Milliarden Dollar. Berkshire Hathaway Energy legte um 27% auf 891 Millionen Dollar zu, und die Eisenbahngesellschaft BNSF verzeichnete ein Plus von 6% auf 1,56 Milliarden Dollar.

Einen Dämpfer gab es hingegen im Versicherungsgeschäft. Das versicherungstechnische Ergebnis fiel um 13% auf 1,73 Milliarden Dollar, nach 1,99 Milliarden Dollar im Vorjahr. Auch die Kapitalerträge aus dem Versicherungsgeschäft sanken um 9% auf 3,06 Milliarden Dollar. Trotz dieser Schwäche konnte das starke Abschneiden der anderen Segmente die Rückgänge mehr als ausgleichen.

Berkshire kaufte im zweiten Quartal eigene Aktien im Wert von rund 4,5 Milliarden Dollar zurück. Das ist eine deutliche Beschleunigung gegenüber den lediglich 235 Millionen Dollar, die im ersten Quartal 2026 für Rückkäufe aufgewendet wurden. Damit signalisiert Abel, dass er bereit ist, das Kapital des Konzerns aktiver einzusetzen als zuletzt unter Buffetts direkter Führung.

Cash-Berg schmilzt – Alphabet neu unter den Top-Positionen

Der berühmte Cash-Berg von Berkshire sank bis Ende Juni auf 365,5 Milliarden Dollar. Zuvor hatte er im März noch einen Rekordwert von 397,4 Milliarden Dollar erreicht. Neben den Aktienrückkäufen floss Kapital auch in andere Investitionen, darunter der Abschluss der Übernahme des Hausbauers Taylor Morrison.

Aus dem Pflichtbericht geht zudem hervor, dass Alphabet – die Muttergesellschaft von Google – Ende Juni nach Marktwert zu den fünf größten Aktienpositionen von Berkshire gehörte. Neben Alphabet zählen die langjährigen Beteiligungen American Express, Apple, Bank of America und Coca-Cola zu den größten Positionen. Berkshire hatte Anfang des Jahres eine Investition von 10 Milliarden Dollar in Alphabet bekannt gegeben, um die Entwicklung künstlicher Intelligenz zu finanzieren. Buffett erklärte gegenüber CNBC, dass er das Investment nach Rücksprache mit Abel initiiert habe.

Für Anleger bleibt die Kursentwicklung der Berkshire-Aktie ein Thema. Im bisherigen Jahresverlauf legte das Papier lediglich um 3% zu und blieb damit deutlich hinter dem S&P 500 zurück, der im gleichen Zeitraum um 13% zulegte. In den vergangenen drei Monaten kam die Aktie jedoch in Bewegung und gewann 9%. Ob Abels aktivere Investitionsstrategie den Kurs langfristig beflügeln kann, bleibt abzuwarten – die ersten Signale stimmen die Märkte zumindest optimistisch.

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