ANZEIGE

Glencore plant ASX-Listing und zielt auf australische Pensionsfonds

Der Schweizer Rohstoffriese will noch im Oktober an der australischen Börse notieren und damit einen 3,1-Billionen-Dollar-Markt erschließen.

•• 3 Min
Glencore plant ASX-Listing und zielt auf australische Pensionsfonds

Glencore (LSE: GLEN) treibt seine Expansionsstrategie voran: Der Schweizer Rohstoffhändler strebt bereits für Oktober eine Zweitnotierung an der Australian Securities Exchange (ASX) an. Ziel ist es, den australischen Pensionsfonds-Pool im Wert von umgerechnet rund 3,1 Billionen US-Dollar zu erschließen. CEO Gary Nagle bestätigte die Pläne im Rahmen einer Telefonkonferenz zu den Halbjahresergebnissen.

Die Initiative geht direkt auf Anfragen großer australischer Pensionsfonds zurück, deren Anlagemandate Auslandsallokationen beschränken. „Man hat uns signalisiert, dass bei einer Notierung an der ASX deutlich mehr in Glencore investiert werden könnte", sagte Nagle gegenüber Investoren. Er hob zudem hervor, dass der australische Markt eine anspruchsvolle Investorenbasis mit tiefgreifender Expertise in globalen Rohstoffen und der Volatilität von Rohstoffzyklen biete.

Das Listing erfordert keine neue Kapitalaufnahme und wird über sogenannte CHESS Depositary Interests abgewickelt – ein in Australien gängiges Instrument für ausländische Unternehmen, das den Handel von Aktien ohne direkte Ausgabe neuer Papiere ermöglicht. Innerhalb von zwölf Monaten nach der Notierung strebt Glencore die Aufnahme in den Leitindex S&P/ASX 200 an, wofür eine lokale Marktkapitalisierung von rund 1,5 Milliarden australischen Dollar (ca. 1,1 Milliarden US-Dollar) erforderlich ist.

Enormes Wachstumspotenzial im australischen Rentensektor

Der Hintergrund dieser Strategie ist beeindruckend: Australiens Superannuation-Sektor – das staatlich geförderte Rentensystem – verwaltet derzeit ein Vermögen von 4,4 Billionen australischen Dollar (rund 3,1 Billionen US-Dollar). Bis 2045 soll dieses Volumen auf 12,4 Billionen australische Dollar (ca. 8,7 Billionen US-Dollar) anwachsen. Für Glencore bietet sich damit ein langfristiger und wachsender Kapitalpool, der bislang nur eingeschränkt zugänglich war.

Die Expansionspläne fallen zeitlich mit dem Auslaufen eines sechsmonatigen Stillhalteabkommens über Fusionsgespräche mit Rio Tinto (ASX: RIO) zusammen. Nagle erklärte, dass eine Zweitnotierung die Mechanik einer potenziellen Fusion nicht verändern würde, räumte aber ein, dass die vorangegangenen Gespräche das Interesse lokaler Investoren geweckt hätten.

Starke Halbjahresergebnisse als Rückenwind

Der Vorstoß für das Börsenlisting folgt auf ein außergewöhnlich profitables erstes Halbjahr. Glencore meldete einen Anstieg des bereinigten Konzern-EBITDA um 86 Prozent auf 10,1 Milliarden US-Dollar. Der den Anteilseignern zuzurechnende Nettogewinn sprang um mehr als 5 Milliarden US-Dollar auf 4,4 Milliarden US-Dollar. Begünstigt wurde dieses Ergebnis durch extreme Volatilität an den globalen Energiemärkten infolge der Eskalation des Nahostkonflikts.

Gleichzeitig investierte das Unternehmen im ersten Halbjahr 4 Milliarden US-Dollar an Investitionsausgaben, um sich den Zugang zu Landflächen und operative Flexibilität in seinem Kupferportfolio zu sichern. Glencore strebt bis 2028 eine annualisierte Kupferproduktion von 1 Million Tonnen an – bis 2035 soll diese auf 1,6 Millionen Tonnen steigen.

Regulatorische Spannungen in der Demokratischen Republik Kongo

Während Glencore um australisches Kapital wirbt, sieht sich das Unternehmen in Zentralafrika mit regulatorischen Widerständen konfrontiert. Am 9. Juli versiegelten kongolesische Steuerbehörden die Büros der Glencore-Tochter Kamoto Copper in Kolwezi aufgrund eines milliardenschweren Zahlungsstreits. Die Razzia erfolgte, nachdem Vergleichsgespräche zwischen dem Unternehmen und der staatlichen Finanzbehörde gescheitert waren.

Die Eskalation zwang den kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi zum Eingreifen. Während einer Kabinettssitzung am 10. Juli wies er das Finanz- und das Bergbauministerium an, unvorhersehbare Kontenpfändungen und das Einfrieren von Vermögenswerten zu stoppen, und ordnete den sofortigen Abzug von Polizei und Soldaten von den Bergbaustandorten an. Der Streit beeinträchtigte die physische Förderung im Kamoto-Komplex nicht, an dem Glencore eine Beteiligung von 70 Prozent hält und jährlich rund 190.000 Tonnen Kupfer produziert.

Glencore Asx ListingAustralische PensionsfondsGlencore HalbjahresergebnisseEbitda GlencoreKupferproduktion GlencoreSuperannuation AustralienGlencore Rio Tinto Fusion

Meistgelesene News

  1. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf
  2. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Nvidia: 1.000 Dollar heute könnten bis 2030 1.800 Dollar wert sein

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.