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Beauty Pie LED-Maske: Werbeverbot wegen irreführender Anti-Falten-Versprechen

Die britische Werbeaufsicht ASA untersagt Beauty Pies Werbung für eine LED-Gesichtsmaske wegen unzureichend belegter Wirksamkeitsversprechen.

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Beauty Pie LED-Maske: Werbeverbot wegen irreführender Anti-Falten-Versprechen

Die britische Werbeaufsichtsbehörde Advertising Standards Authority (ASA) hat eine Werbeanzeige des Kosmetikunternehmens Beauty Pie verboten. Der Grund: Das Unternehmen konnte nicht ausreichend belegen, dass seine LED-Gesichtsmaske „klinisch erwiesen Falten in vier Wochen reduziert" – so lautete die zentrale Aussage der beanstandeten Anzeige. Die Entscheidung wirft ein Schlaglicht auf den boomenden Markt für LED-Hautpflegegeräte und die Frage, wie belastbar die Wirksamkeitsversprechen solcher Produkte wirklich sind.

Beauty Pie hatte zur Untermauerung seiner Behauptung eine eigene Studie vorgelegt. Demnach testeten 28 Personen im Alter von 30 bis 65 Jahren die sogenannte „C-Wave Light Facial LED"-Maske über einen Zeitraum von vier Wochen. Nach Ablauf dieser Zeit stimmten laut Unternehmensangaben 92 Prozent der Testpersonen zu oder voll und ganz zu, dass ihre „feinen Linien weniger sichtbar erscheinen". Beauty Pie bezeichnete dies als „signifikante Reduzierung von Falten".

Die ASA ließ diese Argumentation jedoch nicht gelten. Die Behörde bezeichnete die Stichprobengröße von 28 Personen als „relativ klein" und bemängelte zudem das Studiendesign grundlegend: Es fehlte eine Placebogruppe, die für eine wissenschaftlich belastbare Aussage unerlässlich wäre. Die Behörde sprach von einer „erheblichen Einschränkung" der Studie.

Verfälschte Testergebnisse durch zusätzliche Produkte

Ein weiterer kritischer Punkt der ASA-Entscheidung betrifft die Testbedingungen selbst. Die Studienteilnehmer wurden angewiesen, während des Tests ein Peeling-Produkt sowie ein Hydrogel zu verwenden – beides Produkte, die nicht zusammen mit der Maske verkauft werden. Die offizielle Produktbeschreibung auf der Website von Beauty Pie empfiehlt hingegen die Anwendung auf einem „gereinigten, trockenen Gesicht". Die ASA schloss daraus, dass beobachtete Verbesserungen im Hautbild nicht allein der LED-Maske zugeschrieben werden könnten.

Beauty Pie argumentierte in seiner Stellungnahme, dass Stichprobengrößen von 20 bis 25 Personen von anderen Regulierungsbehörden routinemäßig akzeptiert würden. Auch verwies das Unternehmen auf weitere Studien als Belege. Die ASA wertete diese jedoch als „unzureichend", um die spezifische Behauptung der klinisch bewiesenen Wirksamkeit zu stützen. Die in der Londoner U-Bahn geschaltete Anzeige hatte die Maske zudem als „Hauttechnologie, die Lichtjahre voraus ist" bezeichnet – auch hierfür forderte die Behörde „robuste, produktspezifische Belege".

LED-Masken: Wachstumsmarkt mit wissenschaftlichen Fragezeichen

Der Markt für LED-Hautpflegegeräte wächst rasant. Laut dem Analyseunternehmen Skyquest soll das weltweite Marktvolumen bis 2032 auf 600 Millionen Britische Pfund ansteigen. LED-Technologie wird im medizinischen Bereich bereits seit Längerem zur Behandlung von Ekzemen, Akne, Psoriasis und Sonnenschäden eingesetzt. Heimgeräte für Verbraucher erfreuen sich jedoch erst seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit.

Dermatologen äußerten gegenüber der BBC allerdings erhebliche Vorbehalte gegenüber der Wirksamkeit von LED-Masken für den Heimgebrauch. Es gebe bisher keine klinischen Studien mit ausreichend großen Stichproben über einen genügend langen Zeitraum, um die Vorteile solcher Geräte fundiert beurteilen zu können. Diese Einschätzung deckt sich mit der Kritik der ASA an Beauty Pies Studie.

Beauty Pie ist ein Direct-to-Consumer-Kosmetikunternehmen auf Mitgliedschaftsbasis, das seine Produkte als Luxusformeln zu erschwinglichen Preisen vermarktet. Die „C-Wave Light Facial LED"-Maske kostet für Mitglieder 199 Britische Pfund, für Nicht-Mitglieder 299 Britische Pfund. Das Unternehmen bewirbt diesen Preis als deutlich günstiger im Vergleich zu ähnlichen Konkurrenzprodukten.

Die ASA wies Beauty Pie an, die beanstandete Behauptung nicht mehr zu verwenden, sofern sie nicht durch ausreichende Belege gestützt werden kann. BBC News bat Beauty Pie um eine Stellungnahme – das Unternehmen äußerte sich dazu zunächst nicht öffentlich. Der Fall reiht sich in eine Serie ähnlicher Werbeverbote ein: Auch andere Anbieter von LED-Masken wurden bereits wegen unbelegter Versprechen zu Akne und Rosazea von der ASA gerügt.

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