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Bayer investiert 2,2 Milliarden Dollar in Werk in Ohio

Der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer baut seine US-Präsenz mit einer Milliardeninvestition in New Albany aus.

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Bayer investiert 2,2 Milliarden Dollar in Werk in Ohio

Der deutsche Konzern Bayer treibt seine Expansion in den Vereinigten Staaten voran. Nach Unternehmensangaben wird der Pharmaziebereich 2,2 Milliarden Dollar in eine neue Produktionsstätte in New Albany im US-Bundesstaat Ohio investieren. Mit dem Projekt will Bayer seinen Umsatz in den USA steigern. Die Ankündigung erfolgte an einem Freitag.

Die Investition soll deutliche Beschäftigungseffekte haben. Das Projekt werde rund 600 dauerhafte Arbeitsplätze in New Albany schaffen, teilte das Unternehmen mit. Während der Bauphase kommen nach Angaben von Bayer zusätzlich rund 1.500 temporäre Stellen hinzu.

US-Geschäft wächst rasant

Hintergrund der milliardenschweren Investition ist die wachsende Bedeutung des US-Marktes für Bayer. Sebastian Guth, Chief Operating Officer für Pharmazeutika bei Bayer, erklärte, der Bereich für verschreibungspflichtige Medikamente habe seinen Anteil am globalen Umsatz in den USA von 20 Prozent im Jahr 2018 auf 35 Prozent gesteigert. Das Unternehmen beabsichtigt, die US-Verkäufe bis Ende des Jahrzehnts zu verdoppeln.

Getragen wird diese Expansion durch mehrere Schlüsselprodukte. Dazu zählt Kerendia zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen. Hinzu kommt Nubeqa gegen Prostatakrebs. Ein weiterer Hoffnungsträger ist der Wirkstoffkandidat Asundexian, der zur Vorbeugung von Schlaganfällen entwickelt wurde.

Für deutsche Anleger ist die Nachricht ein Signal, dass Bayer den US-Markt als zentralen Wachstumsmotor seiner Pharmasparte sieht. Der Standort Ohio rückt damit stärker in den Fokus der internationalen Produktionsstrategie des Leverkusener Konzerns. Die neuen Kapazitäten sollen offenbar die steigende Nachfrage nach den genannten Präparaten bedienen.

Politisches Umfeld bleibt angespannt

Die Ankündigung fällt in ein politisch sensibles Umfeld. Die Preise für verschreibungspflichtige Arzneimittel in den USA liegen weiterhin deutlich höher als in anderen entwickelten Ländern. US-Präsident Donald Trump hat pharmazeutische Unternehmen aufgefordert, ihre Preise zu senken. Gleichzeitig ermutigte er andere entwickelte Nationen, ihre Preise anzuheben.

Diese Gemengelage ist für Bayer und andere Arzneimittelhersteller von erheblicher Bedeutung. Einerseits lockt der US-Markt mit hohen Preisen und wachsendem Absatzvolumen. Andererseits steigt der politische Druck auf die Preisgestaltung. Die Investition in Ohio dürfte daher auch als Bekenntnis zum US-Standort und als Beitrag zu lokalem Wachstum und Beschäftigung gelesen werden.

Für den Konzern steht viel auf dem Spiel. Mit einer Verdopplung der US-Verkäufe bis Ende des Jahrzehnts hat Bayer ein ehrgeiziges Ziel formuliert. Ob sich dieses Ziel mit den bestehenden Preisen und dem politischen Umfeld erreichen lässt, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der US-Markt ist für die Pharmasparte inzwischen unverzichtbar geworden.

Das Investment unterstreicht, wie stark sich die Gewichte im Bayer-Konzern in Richtung Vereinigte Staaten verschieben. Waren die USA 2018 noch für 20 Prozent des globalen Umsatzes der verschreibungspflichtigen Medikamente verantwortlich, sind es heute 35 Prozent. Mit dem neuen Werk in New Albany will Bayer diese Entwicklung weiter absichern.

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