Asiatische Aktien unter Druck: Ölpreise steigen wegen Iran-Spannungen
Steigende geopolitische Risiken im Nahen Osten belasten die Märkte und treiben den Ölpreis nach oben.

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag nachgegeben, während der Ölpreis aufgrund wachsender Spannungen im Nahen Osten anzog. US-Präsident Donald Trump erhöhte den Druck auf den Iran, was Anleger weltweit verunsicherte. Gleichzeitig stand der US-Dollar vor seinem stärksten Wochengewinn seit vier Monaten.
Japans Leitindex Nikkei verlor rund 1 Prozent. Der Hang Seng in Hongkong gab nach seiner Rückkehr aus der Neujahrspause um 0,6 Prozent nach. Besonders stark traf es E-Commerce- und Technologieaktien, die die Verluste im Hongkonger Markt anführten.
Geopolitik belastet die Märkte
Eine verstärkte US-Militärpräsenz im Nahen Osten sowie Schwäche bei Private-Equity-Aktien sorgten für zusätzliche Nervosität an den Börsen. Investoren reagierten sensibel auf die eskalierenden Spannungen rund um den Iran. Diese geopolitische Unsicherheit trieb gleichzeitig den Ölpreis nach oben, da Marktteilnehmer mögliche Versorgungsunterbrechungen einpreisten.
Auf der anderen Seite zeigten sich US-Futures vergleichsweise stabil: Die Terminkontrakte auf den S&P 500 legten um 0,2 Prozent zu. Dies deutet darauf hin, dass amerikanische Anleger die Lage etwas gelassener bewerten als ihre asiatischen Pendants. Der starke US-Dollar belastet jedoch exportorientierte Unternehmen in der Region.
Für deutsche Anleger mit Investments in Asien-Fonds oder Emerging-Markets-ETFs sind die Entwicklungen relevant. Steigende Ölpreise könnten zudem die Inflation in Europa beeinflussen und die Geldpolitik der EZB unter Druck setzen. Die Kombination aus geopolitischen Risiken und einem starken Dollar bleibt ein bestimmender Faktor für die globalen Kapitalmärkte.
