Argentiniens Industrieproduktion fällt im Januar um 3,2 Prozent
Die zweitgrößte Volkswirtschaft Südamerikas kämpft weiter mit wirtschaftlichen Herausforderungen – trotz eines monatlichen Erholungszeichens.

Argentiniens Industriesektor hat zum Jahresbeginn 2025 einen Rückschlag erlitten. Die nationale Statistikbehörde INDEC meldete am Freitag einen Rückgang der Industrieproduktion um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar. Die Daten wurden auf nicht saisonbereinigter Basis erhoben und verdeutlichen die anhaltenden strukturellen Probleme der argentinischen Wirtschaft.
Argentinien steht seit Jahren unter enormem wirtschaftlichem Druck. Hohe Inflation, Währungsprobleme und ein schwieriges Investitionsklima belasten die Industrie des Landes nachhaltig. Präsident Javier Mileis radikale Sparpolitik, die seit Ende 2023 umgesetzt wird, hat zwar erste fiskalische Fortschritte erzielt, belastet jedoch die Binnennachfrage und damit auch die industrielle Aktivität.
Monatlicher Vergleich zeigt positive Tendenz
Im kurzfristigen Vergleich zeichnet sich jedoch eine gewisse Erholung ab. Gegenüber dem Vormonat Dezember stieg die Industrieproduktion auf saisonbereinigter Basis um 3,1 Prozent. Dieser Anstieg deutet darauf hin, dass sich die argentinische Industrie zumindest kurzfristig stabilisiert.
Für Anleger und Beobachter des lateinamerikanischen Marktes sind diese Daten ein wichtiger Indikator. Ein anhaltend negativer Jahresvergleich signalisiert weiterhin strukturellen Gegenwind, während das monatliche Plus Hoffnung auf eine graduelle Erholung im Jahresverlauf 2025 macht. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, ob die Reformpolitik der Regierung Milei die Wirtschaft mittelfristig stabilisieren kann.
