Apple plant 6 Millionen iPhone Duo: Erstes Klapp-Handy im Anlauf
Counterpoint Research schätzt, dass Apple rund 6 Millionen Einheiten des iPhone Duo absetzt – abhängig vom Hochfahren der Produktion.

Apple plant, rund 6 Millionen Einheiten des iPhone Duo abzusetzen. Das geht aus einer Schätzung des Marktforschungsinstituts Counterpoint Research hervor. Beim iPhone Duo handelt es sich um das erste Smartphone des Konzerns mit einem Klappdisplay. Die Apple-Aktie (AAPL) legte am Mittwoch zu.
Die Prognose von Counterpoint Research steht und fällt mit der Frage, wie gut es Apple gelingt, die Produktion des neuartigen Handys hochzufahren. Das teilte das Forschungsinstitut am Dienstag mit. Zudem soll Apple mit der Annahme von Vorbestellungen für das iPhone Duo beginnen. Ein genaues Datum für den Start der Vorbestellungen nennt die Quelle nicht.
Damit rückt ein Produkt in den Mittelpunkt, das für Apple ein neues Marktsegment erschließt. Klapp- oder Falt-Handys unterscheiden sich grundlegend von den bisherigen iPhone-Modellen, weil ihr Display gefaltet werden kann. Für Anleger ist die Zahl von 6 Millionen Einheiten deshalb von Interesse, weil sie eine erste Orientierung liefert, wie groß der erwartete Absatz des neuen Geräts aus Sicht eines externen Research-Hauses ist.
Die Details
Im Zentrum der Meldung steht eine einzige, aber gewichtige Zahl: rund 6 Millionen Einheiten. So viele iPhone-Duo-Geräte soll Apple nach Einschätzung von Counterpoint Research absetzen. Die Angabe stammt nicht von Apple selbst, sondern von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut. Solche Schätzungen sind in der Branche üblich, um Erwartungen an neue Produkte greifbar zu machen.
Beteiligt sind damit zwei Seiten: der iPhone-Hersteller Apple auf der einen und das Research-Unternehmen Counterpoint Research auf der anderen Seite. Während Apple das Gerät produziert und vermarktet, liefert Counterpoint die Absatzprognose. Der Ticker des Unternehmens lautet AAPL.
Zeitlich fällt die Meldung in eine Phase, in der Apple offenbar kurz vor dem Start des Vorverkaufs steht. Konkret soll der Konzern mit der Annahme von Vorbestellungen für das iPhone Duo beginnen. Ein exaktes Datum dafür wird in der Quelle nicht genannt. Klar ist hingegen: Die Aktie reagierte positiv und legte am Mittwoch zu.
Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor bleibt der Produktionshochlauf. Counterpoint Research macht die Prognose ausdrücklich davon abhängig, wie gut Apple die Fertigung des neuartigen Handys skalieren kann. Ein Klappdisplay stellt höhere Anforderungen an die Produktion als ein herkömmliches Display, weil bewegliche Teile und Scharniere verbaut werden müssen. Gelingt der Anlauf nicht wie geplant, kann das die tatsächlich verfügbare Stückzahl und damit den Absatz drücken.
Bemerkenswert ist auch die Reihenfolge der Informationen. Zuerst nennt die Quelle die Absatzschätzung, dann die Bedingung, an die sie geknüpft ist, und schließlich den bevorstehenden Start der Vorbestellungen. Diese Reihenfolge macht deutlich, dass die Prognose kein festes Versprechen ist, sondern eine Erwartung, die sich an konkreten Produktionsfortschritten messen lassen muss.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem als Stimmungsindikator relevant. Die Zahl von 6 Millionen Einheiten ist eine externe Schätzung und keine offizielle Apple-Prognose. Sie sagt daher nichts Verbindliches über den tatsächlichen Absatz aus, sondern spiegelt die Erwartung eines Research-Hauses wider.
Interessant ist der Zusammenhang zwischen Produktion und Absatz. Counterpoint Research verknüpft beides direkt: Die Absatzprognose hängt vom Hochfahren der Fertigung ab. Anleger sollten daher nicht nur auf die genannte Stückzahl schauen, sondern auch auf Hinweise zur Verfügbarkeit des Geräts. Ein neues Produktsegment bedeutet für Apple zugleich die Chance auf zusätzliche Umsätze und die Gefahr von Anlaufschwierigkeiten.
Die Kursreaktion liefert einen weiteren Anhaltspunkt. Dass die Apple-Aktie am Mittwoch zulegte, deutet darauf hin, dass der Markt die Nachricht positiv aufnahm. Ob sich diese Einschätzung bestätigt, hängt von der weiteren Entwicklung rund um das iPhone Duo ab.
Zu beachten ist außerdem die Quellenlage. Die Informationen stammen aus einem Bericht von Investor's Business Daily. Die dort genannte Schätzung ist eine Momentaufnahme und kann sich ändern, sobald neue Informationen zum Produktionsanlauf oder zum Vorverkauf vorliegen. Wer sich auf einzelne Zahlen stützt, sollte deshalb stets prüfen, ob es sich um eine offizielle Angabe des Unternehmens oder um eine externe Einschätzung handelt.
Ein Klappdisplay ist für Apple ein Schritt in ein Segment, das bislang nicht zum eigenen Portfolio gehörte. Für Anleger bedeutet das eine Erweiterung der Produktpalette, deren Erfolg sich erst mit dem tatsächlichen Verkaufsstart und der Verfügbarkeit zeigen wird. Die genannte Stückzahl von rund 6 Millionen Einheiten ist dabei der einzige konkrete Anhaltspunkt, den die vorliegende Quelle liefert.
Ausblick
Der nächste konkrete Schritt ist der Beginn der Vorbestellungen für das iPhone Duo. Apple soll damit starten, ein genaues Datum nennt die Quelle jedoch nicht. Danach dürfte sich zeigen, wie gut der Produktionshochlauf gelingt – der entscheidende Faktor für die Absatzprognose von Counterpoint Research.
Ob die geschätzten rund 6 Millionen Einheiten erreicht werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Die Prognose bleibt an die Bedingung geknüpft, dass Apple die Fertigung des neuartigen Handys erfolgreich hochfährt. Weitere belastbare Termine oder Planungen nennt der vorliegende Bericht nicht.
Kurz erklärt
- Klappdisplay: Ein Display, das sich falten lässt, sodass ein Gerät kompakter wird und sich auf- und zuklappen lässt.
- Produktionshochlauf: Die Phase, in der ein neues Produkt von der ersten Fertigung auf eine hohe Stückzahl gebracht wird.
- Vorbestellung: Eine Bestellung, die Kunden vor dem offiziellen Verkaufsstart aufgeben können.
- Marktforschungsinstitut: Ein Unternehmen, das Daten und Schätzungen zu Märkten und Produkten erstellt.
