Apple führt Magnificent Seven an, doch Target schlägt alles
Apple liegt 2026 an der Spitze der Magnificent Seven – aber eine unauffällige Dividendenaktie übertrifft die Rendite deutlich.

Apple dominiert in diesem Jahr das Rennen der sogenannten „Magnificent Seven“ und hat die breite Marktrendite fast verdoppelt. Damit zählt der iPhone-Konzern zu den stärksten Performern unter den großen US-Technologiewerten. Doch ausgerechnet eine Aktie, die kaum im Rampenlicht steht, hat Apple im Jahresverlauf noch übertroffen – und lockt Anleger mit einer Dividendenrendite, die höher liegt als die der sieben „Magnificent Seven“-Aktien zusammengenommen.
Die Rede ist von Target. Der US-Einzelhändler hat den Markt im Jahr 2026 mehr als vervierfacht, wie aus der Analyse des Motley Fool hervorgeht. Trotz eines Kursanstiegs von rund 60 Prozent in diesem Jahr wird die Aktie weiterhin mit dem 15-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Die Dividendenrendite liegt bei nahezu 3 Prozent – ein Wert, der in der aktuellen Marktphase bemerkenswert ist.
Für deutsche Anleger ist die Gegenüberstellung interessant: Während die großen Tech-Konzerne an der Wall Street die Schlagzeilen bestimmen, liefern weniger spektakuläre Dividendentitel teils bessere Gesamtrenditen. Das erinnert an die alte Börsenweisheit, dass nicht immer die bekanntesten Namen die besten Ergebnisse liefern.
Apple stark – Target noch stärker
Die Magnificent Seven, zu denen neben Apple unter anderem die größten Technologiekonzerne der USA zählen, gelten seit Jahren als Motor des US-Aktienmarktes. Apple hat diese Position in diesem Jahr mit einer fast doppelten Marktrendite unterstrichen. Das Unternehmen bleibt damit eine der tragenden Säulen für Investoren, die auf die großen Tech-Werte setzen.
Dennoch zeigt das Beispiel Target, dass sich der Blick über den Tech-Sektor hinaus lohnen kann. Der Einzelhändler überzeugt mit einer Kombination aus Kursentwicklung und Ausschüttung. Eine Dividendenrendite von fast 3 Prozent ist deutlich mehr, als die Magnificent Seven in der Summe bieten – ein Argument für Anleger, die regelmäßige Erträge schätzen.
Auffällig ist die Bewertung: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 auf Basis der erwarteten Gewinne gilt für ein Unternehmen nach einem Kursplus von 60 Prozent als moderat. Das deutet darauf hin, dass der Markt weiteres Gewinnwachstum einpreist, ohne die Aktie bereits extrem hoch zu bewerten.
Für deutsche Privatanleger, die über Depots oder ETFs in US-Werte investieren, lohnt sich daher ein differenzierter Blick. Wer ausschließlich auf Technologieriesen setzt, verpasst möglicherweise Chancen in anderen Sektoren. Target wird in der Analyse nach wie vor als Top-Kauf eingestuft – trotz der bereits starken Kursentwicklung.
Die Kernaussage bleibt: Apple ist die beste „Magnificent-Seven“-Aktie des Jahres, doch eine unauffällige Dividendenaktie hat sie hinter sich gelassen und bietet weiterhin attraktive Perspektiven.
