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Amgen-Aktie steigt: Erfolg bei Sjögren-Syndrom-Therapie begeistert Anleger

Amgen-Aktie steigt nach positiven Studienergebnissen zu Dazodalibep beim Sjögren-Syndrom.

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Amgen-Aktie steigt: Erfolg bei Sjögren-Syndrom-Therapie begeistert Anleger

Die Amgen-Aktie (AMGN) ist am Dienstag nach der Veröffentlichung vielversprechender Studienergebnisse für eine experimentelle Therapie gegen das Sjögren-Syndrom deutlich gestiegen. Der Biotech-Konzern meldete positive Daten für seinen Wirkstoff Dazodalibep, der bei Patienten mit dieser Autoimmunerkrankung statistisch signifikante Verbesserungen erzielte. Die Aktie durchbrach im Handelsverlauf die 50-Tage-Linie, ein von technisch orientierten Anlegern viel beachtetes Signal.

Das Sjögren-Syndrom ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die körpereigenen Drüsen angreift, die für die Feuchtigkeitsproduktion zuständig sind. Die Erkrankung führt typischerweise zu trockenen Augen und einem trockenen Mund, kann aber auch Müdigkeit und Gelenkschmerzen verursachen. Bislang gibt es keine ursächliche Therapie, die Behandlung beschränkt sich meist auf die Linderung der Symptome.

Die Details

Amgen teilte am Dienstag mit, dass Dazodalibep in der klinischen Prüfung statistisch signifikante Ergebnisse erzielt habe. Der Wirkstoff ist ein experimentelles Medikament, das speziell für die Behandlung des Sjögren-Syndroms entwickelt wird. Detaillierte Zahlen zur Wirksamkeit oder zur Größe der Studienpopulation nannte das Unternehmen in der ersten Mitteilung zunächst nicht. Die positive Nachricht reichte jedoch aus, um die Anleger zu begeistern und die Aktie deutlich nach oben zu treiben.

Der Kursanstieg führte dazu, dass die Amgen-Aktie die technisch bedeutsame 50-Tage-Linie durchbrach. Dieser gleitende Durchschnitt wird von vielen Investoren als Indikator für den mittelfristigen Trend einer Aktie genutzt. Ein Überschreiten dieser Marke wird häufig als bullishes Signal gewertet und kann weitere Käufe nach sich ziehen.

Hintergrund: Was bisher geschah

Amgen ist kein Neuling im Bereich der Autoimmunerkrankungen. Bereits am 5. August 2026 berichtete aktien.news, dass der Konzern mit seinen Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 die Erwartungen der Wall Street klar übertroffen hatte. Damals hob Amgen seine Jahresumsatzprognose um eine Milliarde US-Dollar an. Besonders stark zeigte sich damals das Wachstum beim Medikament Uplizna, das zur Behandlung verschiedener seltener Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird. Der Umsatz mit Uplizna verdoppelte sich nahezu und stieg um 90 Prozent auf 335 Millionen US-Dollar.

Im Mai 2026 stand Amgen zudem im Fokus, als Viridian Therapeutics mit soliden Studienergebnissen für eine experimentelle Behandlung von Augenerkrankungen aufwartete. Die Aktie von Viridian legte daraufhin rund 30 Prozent zu. Das Unternehmen positionierte sich damals als potenzieller Rivale für Amgens etabliertes Präparat Tepezza im Bereich der endokrinen Orbitopathie, auch bekannt als Schilddrüsen-Augenkrankheit.

Auch im weiteren Wettbewerbsumfeld gab es jüngst Bewegung. Am 17. August 2026 berichtete aktien.news, dass die Aktie von Argenx nach positiven Studienergebnissen des Blockbuster-Medikaments Vyvgart bei Patienten mit seltenen Entzündungskrankheiten deutlich zugelegt hatte. Und bereits am 23. Februar 2026 sorgte MoonLake Immunotherapeutics mit positiven Phase-2-Ergebnissen seines Wirkstoffs Sonelokimab bei axialer Spondyloarthritis für Aufsehen.

Was das für Anleger bedeutet

Für Anleger sind die positiven Daten zu Dazodalibep ein vielversprechendes Signal. Der Markt für Sjögren-Syndrom-Therapien gilt als unterversorgt – es gibt bislang keine zugelassene kausale Behandlung. Sollte Dazodalibep die weiteren klinischen Prüfungen erfolgreich absolvieren und die Zulassung erhalten, könnte sich Amgen ein profitables neues Standbein aufbauen.

Der Konzern hat in der Vergangenheit bereits unter Beweis gestellt, dass er im Bereich der Autoimmunerkrankungen erfolgreich sein kann. Das starke Wachstum von Uplizna im zweiten Quartal 2026 zeigt, dass Amgen in der Lage ist, vielversprechende Wirkstoffe zu vermarkten. Die Anhebung der Jahresprognose um eine Milliarde US-Dollar unterstreicht zudem die solide finanzielle Basis des Unternehmens.

Anleger sollten jedoch beachten, dass Dazodalibep sich noch in der klinischen Entwicklung befindet. Der Weg von vielversprechenden Studienergebnissen bis zur Marktzulassung ist lang und mit Risiken behaftet. Weitere Studien müssen die Wirksamkeit und Sicherheit des Wirkstoffs bestätigen, bevor eine Zulassung bei den Gesundheitsbehörden beantragt werden kann. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich allein aus diesen Daten nicht ableiten.

Ausblick

Amgen wird in den kommenden Monaten voraussichtlich weitere Details zu den Studienergebnissen von Dazodalibep veröffentlichen. Der Konzern dürfte die Daten auf medizinischen Fachkongressen präsentieren und in Fachzeitschriften publizieren. Zudem steht die Planung der nächsten klinischen Studienphase an, die für eine mögliche Zulassung erforderlich ist.

Das Unternehmen bleibt auch insgesamt ein Schwergewicht im Biotech-Sektor. Mit der angehobenen Jahresprognose und dem starken Wachstum bei Schlüsselprodukten wie Uplizna ist Amgen gut aufgestellt. Ob Dazodalibep das Potenzial hat, sich zu einem weiteren Blockbuster zu entwickeln, werden die kommenden Studien zeigen.

Kurz erklärt

  • Sjögren-Syndrom: Eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die feuchtigkeitsproduzierenden Drüsen des Körpers angreift, was zu trockenen Augen und Mund sowie Müdigkeit und Gelenkschmerzen führen kann.
  • Dazodalibep: Ein experimenteller Wirkstoff von Amgen, der zur Behandlung des Sjögren-Syndroms entwickelt wird und in klinischen Studien statistisch signifikante Ergebnisse erzielt hat.
  • 50-Tage-Linie: Ein technischer Indikator an der Börse, der den durchschnittlichen Aktienkurs der letzten 50 Handelstage anzeigt und von Anlegern als Signal für den mittelfristigen Trend genutzt wird.
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