ANZEIGE

American Airlines lehnt Fusionsangebot von United Airlines klar ab

American Airlines erteilt einem Megadeal mit United Airlines eine deutliche Absage – trotz eines Vorschlags von United-Chef Scott Kirby an Präsident Trump.

•• 2 Min
American Airlines lehnt Fusionsangebot von United Airlines klar ab

American Airlines hat ein mögliches Fusionsangebot von United Airlines offiziell zurückgewiesen. „American Airlines führt keine Gespräche über eine Fusion mit United Airlines und ist auch nicht an solchen interessiert", erklärte das Unternehmen am Freitag in einer klaren Stellungnahme. Damit ist ein potenzieller Megadeal zwischen zwei der größten US-amerikanischen Fluggesellschaften vorerst vom Tisch.

Der Hintergrund: United-Airlines-Chef Scott Kirby hatte Berichten zufolge Anfang der Woche Präsident Trump einen möglichen Zusammenschluss der beiden Airline-Riesen vorgeschlagen. Details des Vorschlags wurden nicht öffentlich bekannt, doch allein die Meldung sorgte in der Branche für erhebliche Aufmerksamkeit. Eine Fusion dieser Größenordnung hätte die Luftfahrtlandschaft in den USA grundlegend verändert.

Kartellrechtliche Hürden wären enorm

Branchenvertreter machten jedoch schnell deutlich, dass ein solcher Deal auf massive rechtliche Widerstände gestoßen wäre. Eine Fusion zwischen American Airlines und United Airlines hätte erhebliche kartellrechtliche Bedenken aufgeworfen. Experten gehen davon aus, dass ein solches Vorhaben auf den Widerstand von Verbrauchern, Gesetzgebern und den Generalstaatsanwälten der US-Bundesstaaten gestoßen wäre.

Für deutsche Anleger und Beobachter des US-Luftfahrtmarktes ist dieser Vorgang besonders aufschlussreich. American Airlines und United Airlines zählen gemeinsam mit Delta Air Lines zu den sogenannten „Big Three" der amerikanischen Luftfahrt. Eine Fusion zweier dieser Giganten hätte den Wettbewerb auf dem größten Luftfahrtmarkt der Welt erheblich eingeschränkt und wäre regulatorisch kaum durchsetzbar gewesen.

Absage kommt klar und unmissverständlich

Die Reaktion von American Airlines fiel bemerkenswert direkt aus. Das Unternehmen ließ keinen Interpretationsspielraum offen und schloss sowohl laufende als auch künftige Fusionsgespräche mit United Airlines kategorisch aus. Eine solche öffentliche Klarstellung ist in der Unternehmenswelt ungewöhnlich und unterstreicht, wie ernst American Airlines die Distanzierung von dem Vorhaben nimmt.

Die Aktie von American Airlines verzeichnete zuletzt einen Anstieg von rund 4,16 Prozent, während United Airlines mit einem Plus von etwa 7,12 Prozent deutlich zulegte. Die Kursbewegungen spiegeln die Marktreaktionen auf die Fusionsspekulationen wider, auch wenn der Deal nun offiziell abgelehnt wurde. Für Anleger bleibt die Situation im US-Luftfahrtsektor damit vorerst unverändert – beide Unternehmen agieren weiterhin als eigenständige Wettbewerber auf dem hart umkämpften amerikanischen Markt.

American AirlinesUnited AirlinesFusionAirline MergerScott KirbyKartellrechtUs-Luftfahrt

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  3. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien
  4. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?
  5. Ölpreise fallen: Asien importiert Höchstmenge Rohöl seit Iran-Krieg

Disclaimer