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Almonty Industries: Aktienrückkauf von 300 Millionen Dollar beflügelt Kurs

Ein milliardenschweres Rückkaufprogramm und ein Umsatzsprung auf fast das Fünffache treiben die Almonty-Aktie vorbörslich um 5,4 Prozent nach oben.

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Almonty Industries: Aktienrückkauf von 300 Millionen Dollar beflügelt Kurs

Die Aktie von Almonty Industries legte im vorbörslichen Handel um 5,4 Prozent zu. Auslöser war die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms im Umfang von bis zu 14,4 Millionen Stammaktien für einen Gesamtkaufpreis von bis zu 300 Millionen US-Dollar. Das entspricht rund 5 Prozent der zum 14. August 2026 ausstehenden Aktien.

Das Programm soll am 24. August 2026 starten und über einen Zeitraum von drei Jahren bis zum 24. August 2029 laufen. Investoren werten einen solchen Schritt in der Regel als klares Signal des Managements: Das Unternehmen hält die eigene Aktie für unterbewertet und verfügt über ausreichend finanzielle Stärke, um Kapital an die Aktionäre zurückzuführen.

Dramatische Trendwende bei Umsatz und Gewinn

Die Rückkaufankündigung steht nicht isoliert da – sie fußt auf einer beeindruckenden operativen Entwicklung. Die Anfang des Monats veröffentlichten Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 zeigten einen Umsatzsprung auf fast das Fünffache gegenüber dem Vorjahr: 43,0 Millionen US-Dollar standen zu Buche. Noch beeindruckender ist die Gewinnentwicklung: Der Nettogewinn belief sich auf 181,8 Millionen US-Dollar, nach einem Verlust von 58,2 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum.

Auch das bereinigte EBITDA drehte deutlich ins Positive: 17,6 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2026, verglichen mit einem negativen Wert von 4,8 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2025. Getragen wurde diese Entwicklung von Rekordpreisen für Wolfram sowie dem beginnenden Hochfahren der Sangdong-Mine – einem zentralen Produktionsstandort des Unternehmens.

Wolfram ist ein strategisch bedeutsamer Rohstoff, der in der Rüstungsindustrie, im Maschinenbau und zunehmend in der Halbleiterfertigung eingesetzt wird. Almonty Industries positioniert sich als einer der wenigen westlichen Produzenten dieses kritischen Metalls außerhalb Chinas, das den globalen Wolframmarkt traditionell dominiert.

CEO sieht strukturellen Rückenwind durch Angebotsengpässe

Ein am 16. August veröffentlichter Newsletter von CEO Lewis Black verstärkte das positive Bild zusätzlich. Black verwies auf zunehmende Engpässe beim Wolframangebot – von strategischen Vorräten bis hin zu Halbleiterknappheit – als strukturellen Rückenwind für das Unternehmen. Er betonte, dass letztlich die Verfügbarkeit und nicht die Nachfrage den Markt bestimmen könnte – ein Hinweis auf eine mögliche Angebotsverknappung mit entsprechenden Preisfolgen.

Das makroökonomische Umfeld lieferte am heutigen Handelstag weder spezifischen Gegen- noch Rückenwind für den Rohstoffsektor. Der Nasdaq Composite legte um 0,3 Prozent zu, während der S&P 500 nahezu unverändert blieb und der Dow Jones leichte Einbußen verzeichnete. Die Kursbewegung bei Almonty ist damit klar unternehmensspezifisch getrieben.

Analysten mit „Strong Buy"-Konsens und Kursziel von 25,30 Dollar

Die Analystengemeinschaft zeigt sich konstruktiv gegenüber der Aktie. Acht Analysten empfehlen den Titel mit einem „Strong Buy"-Konsens. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei rund 25,30 US-Dollar – deutlich über dem aktuellen vorbörslichen Niveau.

Als weiteres fundamentales Fundament gilt die Cash-Position des Unternehmens von 1,2 Milliarden Kanadischen Dollar. Diese starke Liquiditätsbasis macht das Rückkaufprogramm für Investoren glaubwürdig und unterstreicht die finanzielle Stabilität, die Almonty Industries in den vergangenen Quartalen aufgebaut hat. Insgesamt ergibt sich ein Bild eines Unternehmens, das operativ Fahrt aufnimmt und nun beginnt, seine Aktionäre direkt am Erfolg zu beteiligen.

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