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Alibaba-Aktie steigt nach KI-Chip-Vorstellung und Milliarden-Investition

KI-Chip-Premiere, Cloud-Ausbau und Insider-Käufe treiben BABA-Aktie um 3,4 Prozent nach oben.

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Alibaba-Aktie steigt nach KI-Chip-Vorstellung und Milliarden-Investition

Die Alibaba-Aktie (NYSE: BABA) legte im US-Vormarkt um 3,4 Prozent auf 119,72 US-Dollar zu. Auslöser war eine Reihe strategischer Ankündigungen auf der Apsara Conference in Hangzhou, der wichtigsten Konferenz des chinesischen Technologiekonzerns.

CEO Eddie Wu präsentierte dort den Zhenwu V900, den bisher fortschrittlichsten eigenen KI-Beschleuniger von Alibaba. Der Chip wurde von der Halbleitersparte T-Head entwickelt und bietet eine dreimal höhere Leistung als sein Vorgängermodell, der Zhenwu M890. Er ist darauf ausgelegt, Cluster mit bis zu 500.000 Einheiten für das Training und den Betrieb modernster KI-Modelle zu unterstützen. Die Massenproduktion und kommerzielle Verfügbarkeit sind für das erste Quartal 2027 geplant.

Cloud-Infrastruktur und Milliarden-Investitionen

Neben der Hardware-Premiere skizzierte Wu einen ambitionierten Infrastruktur-Fahrplan. Alibaba Cloud strebt bis 2032 eine globale Rechenzentrumskapazität von über 20 Gigawatt an. Untermauert wird dies durch ein dreijähriges Engagement in Höhe von 53 Milliarden US-Dollar für KI- und Cloud-Infrastruktur.

Zudem gab das Unternehmen bekannt, dass sich das nachfolgende Qwen-4-Modell bereits im Trainingsprozess befindet. Künftige Iterationen sollen bis zu 10 Billionen Parameter umfassen. Dies unterstreicht die technologische Ambition des Konzerns im Wettbewerb um die Führung bei Künstlicher Intelligenz.

Wall Street zeigt sich optimistisch

Die Ankündigungen wurden durch breite Unterstützung seitens der Analysten verstärkt. Morgan Stanley behielt seine „Overweight“-Einstufung bei und bestätigte ein Kursziel von 180 US-Dollar. Das Institut prognostiziert für das zweite Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2027 ein Umsatzwachstum der Alibaba Cloud von mehr als 50 Prozent.

Sowohl Bank of America als auch Susquehanna erhöhten ihre Kursziele auf 175 bzw. 190 US-Dollar. Sie hoben dabei das langfristige Potenzial im Cloud-Geschäft hervor, das aus dem Investitionszyklus für KI-Kapitalausgaben resultiert. Bernstein senkte sein Kursziel zwar leicht auf 165 US-Dollar, behielt jedoch die Einstufung „Outperform“ bei.

Insider-Käufe signalisieren Vertrauen

Zur positiven Stimmung trug zudem die Meldung bei, dass sowohl Gründer Jack Ma als auch CEO Eddie Wu nach der jüngsten Eigenkapitalaufstockung von BABA in Höhe von 80 Milliarden Hongkong-Dollar Aktien erworben haben. Dies unterstreicht das Vertrauen der Unternehmensführung in die KI-Strategie.

Der breitere Marktrahmen war insgesamt unterstützend, aber nicht der Haupttreiber. Die US-Börsenindizes zeigten sich im Vormarkt gemischt: Der S&P 500 legte leicht um 0,1 Prozent zu, der Dow Jones gewann 0,7 Prozent hinzu, während der Nasdaq nahezu unverändert blieb.

Geopolitische Rahmenbedingungen im Fokus

Bemerkenswert ist zudem ein bevorstehendes Gipfeltreffen zwischen den USA und China, bei dem der Wettbewerb im KI-Bereich und Exportbeschränkungen für Halbleiter voraussichtlich eine zentrale Rolle spielen werden. Dies erzeugte allgemein geopolitische Winde für chinesische Technologiewerte. Anleger positionierten sich vor möglichen politischen Signalen.

Insgesamt schufen die Kombination aus einer wegweisenden Hardware-Premiere, einem mutigen langfristigen Ziel für die Cloud-Infrastruktur, koordinierten Analystenaufwertungen sowie bedeutendem Insider-Kaufverhalten einen starken, vielschichtigen Katalysator, der die BABA-Aktie im Vormarkt deutlich nach oben trieb. Der Kurs erreichte 119,72 US-Dollar und lag damit deutlich über dem Schlusskurs der vorherigen Sitzung von 115,75 US-Dollar.

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