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Adyen, Maybank und Etiqa: Analysten mit klaren Einschätzungen

Citi sieht Adyen-Kursverluste als übertrieben, während Analysten die Maybank-Übernahme von Etiqa positiv bewerten.

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Adyen, Maybank und Etiqa: Analysten mit klaren Einschätzungen

Die internationalen Finanzmärkte rücken drei Unternehmen in den Fokus: den niederländischen Zahlungsdienstleister Adyen sowie die malaysische Maybank mit ihrer Versicherungstochter Etiqa. Analysten von Citi, Hong Leong IB und Public Investment Bank haben aktuelle Einschätzungen veröffentlicht, die für Investoren relevante Signale liefern.

Adyen: Citi sieht Kursverluste als übertrieben

Die Adyen-Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als 30 Prozent an Wert verloren. Als Gründe nennt Citi-Analyst Pavan Daswani Bedenken hinsichtlich der Konsumausgaben, verstärkten Wettbewerbs sowie der M&A-Strategie des Unternehmens. Dennoch bewertet er die Marktsorgen als übertrieben.

Eine Analyse des Anteils, den Adyen von jeder Transaktion einbehält, sowie die jüngsten Ergebnisse von Wettbewerbern deuten laut Daswani auf „keine nennenswerte Verschlechterung der Ausgabentrends, der Wallet-Share-Dynamik oder der Wettbewerbsintensität" hin. Der in Amsterdam ansässige Zahlungsdienstleister weitet sein Geschäft zudem über den klassischen Zahlungsverkehr hinaus auf verwandte E-Commerce-Sektoren aus – unterstützt durch jüngste Akquisitionen. Zum Zeitpunkt der Analyse notierte die Adyen-Aktie mit einem Plus von 2,2 Prozent bei 928,20 Euro.

Maybank übernimmt vollständige Kontrolle über Etiqa

Die malaysische Maybank plant, den verbleibenden Anteil von 30,95 Prozent an ihrer Versicherungseinheit Maybank Ageas vom belgischen Versicherer Ageas zu erwerben. Der Kaufpreis beläuft sich auf 4,83 Milliarden Ringgit. Damit würde Maybank die vollständige Eigentümerschaft an den Aktivitäten von Etiqa in Malaysia und Singapur übernehmen.

Raymond Ng, Analyst bei Hong Leong IB, bezeichnet den Deal als „taktisch positiven Schritt", der der Bank die volle Kontrolle über ein strategisch wichtiges Franchise verschaffe und gleichzeitig die Kapitalflexibilität verbessere. Er hebt hervor, dass die Umsetzung entscheidend sein werde – insbesondere bei der Erhöhung der Versicherungsdurchdringung, der Verbesserung der Eigenkapitalrendite und der Steigerung der Dividendenausschüttungen von Etiqa an die Muttergesellschaft auf mittlere Sicht. Hong Leong IB erhöht das Kursziel für Maybank von 10,80 auf 11,10 Ringgit, behält jedoch die Einstufung „Hold" bei. Die Gewinnprognosen für den Zeitraum 2026 bis 2028 werden um 1,4 bis 1,6 Prozent angehoben.

Public Investment Bank bleibt bei „Outperform"

Auch Analystin Wong Ling Ling von der Public Investment Bank bewertet die geplante Übernahme positiv. Die Bewertung des Deals erscheine im Vergleich zum börsennotierten Wettbewerber LPI Capital als fair. Die Akquisition solle das Versicherungsfranchise der Maybank stärken und Cross-Selling-Möglichkeiten in den Bereichen Banking, Wealth Management und Bancassurance schaffen.

Die Übernahme wird laut Wong voraussichtlich gewinnsteigernd wirken und den Nettogewinn um etwa 2 Prozent erhöhen. Public IB behält die Einstufung „Outperform" für Maybank bei und belässt das Kursziel bei 11,90 Ringgit. Zum Zeitpunkt der Analyse notierte die Maybank-Aktie 0,2 Prozent niedriger bei 10,82 Ringgit.

Die drei Analystenkommentare verdeutlichen, dass Finanzdienstleister weltweit unter Beobachtung stehen – sei es wegen Wettbewerbsdruck im Zahlungsverkehr oder strategischer Konsolidierung im Versicherungsbereich. Für deutsche Anleger mit internationalem Portfolio liefern diese Einschätzungen wichtige Orientierungspunkte.

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