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Zweifel im Bahn-Management an Strategie „Starke Schiene“

Mitarbeiterumfrage offenbart schwindendes Vertrauen in die Verkehrswende und Sanierungspläne

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Zweifel im Bahn-Management an Strategie „Starke Schiene“

Die Deutsche Bahn befragt regelmäßig ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um ein Bild der Zufriedenheit und der Stimmung im Unternehmen zu erhalten. Die jüngste Umfrage, deren Ergebnisse dem Handelsblatt exklusiv vorliegen, zeigt, dass der Glaube an die Umsetzung der Strategie „Starke Schiene“ zunehmend schwindet. Diese Strategie zielt darauf ab, den Schienenverkehr in Deutschland zu stärken und den Verkehr vermehrt von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Ein kritischer Punkt: Nicht nur die Belegschaft, sondern auch das Topmanagement zweifelt inzwischen an der erfolgreichen Umsetzung dieser Strategie. So glauben lediglich 35 Prozent des oberen Managements noch an den Erfolg der „Starken Schiene“ – eine deutliche Verschlechterung im Vergleich zur letzten Befragung vor zwei Jahren.

Die Umfrageergebnisse, die offiziell auf der Internetseite der Deutschen Bahn veröffentlicht wurden, zeigen jedoch, dass die allgemeine Zufriedenheit der Mitarbeitenden trotz der aktuellen Herausforderungen nur geringfügig gesunken ist. Der Zufriedenheitsindex verringerte sich um 0,1 Punkte und liegt nun bei 3,8 von 5 möglichen Punkten. Martin Seiler, Personalvorstand der Deutschen Bahn, äußerte sich dazu und betonte, dass das Engagement der Mitarbeitenden trotz der schwierigen Situation ungebrochen sei. Die Deutsche Bahn sehe sich, so Seiler, in der Lage, die dringend nötigen Veränderungen erfolgreich umzusetzen.

Einen weiteren Einfluss auf die Stimmung der Belegschaft hat der Verkauf der DB-Logistiktochter DB Schenker, der vom Aufsichtsrat im Oktober 2024 abgesegnet wurde. Der Verkauf soll der Deutschen Bahn rund 14 Milliarden Euro einbringen und zur Reduzierung ihrer Schuldenlast beitragen, die sich aktuell auf rund 32 Milliarden Euro beläuft. Mit dem Verkaufserlös soll auch die finanzielle Stabilität des Konzerns gestärkt werden. Im Rahmen der Restrukturierung plant die Deutsche Bahn zudem den Abbau von 30.000 Stellen bis zum Jahr 2027. Noch in diesem Jahr sollen rund 1.500 Positionen wegfallen, hauptsächlich durch natürliche Fluktuation und freiwillige Altersteilzeit.

Zusätzlich zu den Stellenstreichungen hat die Deutsche Bahn ein Sanierungsprogramm unter dem Namen „S3“ initiiert, das die Infrastruktur und die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens verbessern soll. Teil dieses Programms ist die geplante Sanierung von rund 1.500 Streckenkilometern bis 2027. Das erste Projekt, die Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim, ist bereits im Juli 2024 gestartet. Auch wenn das Programm als ambitioniert gilt, wird es laut Gewerkschaft EVG von der Belegschaft teilweise mit Skepsis aufgenommen.

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