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Volkswagen stellt US-Führung nach Umsatzrückgängen erneut um

Volkswagen baut die US-Führung erneut um – Marco Schubert übernimmt ab Oktober.

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Volkswagen stellt US-Führung nach Umsatzrückgängen erneut um

Volkswagen stellt die Weichen in Nordamerika erneut neu. Der Wolfsburger Autokonzern hat seine Führungsspitze für die USA und den nordamerikanischen Raum zum zweiten Mal innerhalb von weniger als zwei Jahren umgebaut. Hintergrund sind anhaltende Absatzschwächen und die schwierige Gemengelage aus US-Zollpolitik und unsicherer Elektroauto-Nachfrage unter Präsident Trump.

Wie Volkswagen am Mittwoch mitteilte, übernimmt der langjährige Konzernmanager Marco Schubert ab Oktober die Verantwortung für das Nordamerika-Geschäft. Der bisherige Chef Kjell Gruner, der erst im Dezember 2024 von dem Elektroauto-Startup Rivian zu Volkswagen gewechselt war, verlässt das Unternehmen wieder. Der Schritt ist der jüngste Versuch des zweitgrößten Automobilherstellers der Welt, sein schwächelndes US-Geschäft endlich in Schwung zu bringen.

Herausforderungen auf mehreren Kontinenten

Der erneute Führungswechsel zeigt, wie sehr Volkswagen unter Druck steht. Der US-Markt gilt als einer der profitabelsten der Welt, doch der Konzern konnte dort bislang nicht nachhaltig Fuß fassen. Die Zollpolitik von Präsident Trump und die unklare Entwicklung bei Elektrofahrzeugen erschweren die strategische Planung zusätzlich. Volkswagen hatte große Hoffnungen in den US-Markt gesetzt, um seine Abhängigkeit von anderen Regionen zu verringern.

Doch die Probleme des Konzerns beschränken sich nicht auf Nordamerika. In China, einst eine verlässliche Gewinnquelle für Volkswagen, gerät das Unternehmen zunehmend unter Druck durch einheimische Wettbewerber. Die chinesischen Hersteller haben mit aggressiver Preispolitik und technologisch fortschrittlichen Modellen Marktanteile erobert. In Europa wiederum kämpft Volkswagen mit strukturellen Problemen. Der Konzern streicht zehntausende Arbeitsplätze und schließt oder wandelt Fabriken um, um Kosten zu senken und sich für die Zukunft aufzustellen.

Marco Schubert als Hoffnungsträger

Mit Marco Schubert setzt Volkswagen nun auf einen erfahrenen Konzernmanager, der das Unternehmen seit vielen Jahren kennt. Er soll das Nordamerika-Geschäft stabilisieren und neue Impulse setzen. Ob ihm gelingt, was seinen Vorgängern verwehrt blieb, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen müssen. Der Druck ist hoch: Die US-Aktie von Volkswagen notierte zuletzt schwach, und die Anleger warten auf konkrete Ergebnisse.

Die wiederholten Führungswechsel in Nordamerika sind auch ein Zeichen dafür, dass Volkswagen noch keine dauerhaft erfolgreiche Strategie für den US-Markt gefunden hat. Der Konzern muss nicht nur die Zollrisiken managen, sondern auch die richtige Modellpalette für amerikanische Kunden anbieten – und das in einem zunehmend umkämpften Marktumfeld.

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