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Zollangst belastet Aktienmärkte weltweit

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Zollangst belastet Aktienmärkte weltweit

Die Unsicherheit über bevorstehende US-Zölle drückte zur Wochenmitte auf die Aktienmärkte. Der DAX konnte seine Vortagesgewinne nicht halten und schloss mit einem Minus von 1,17 Prozent bei 22.839 Punkten. Damit vergrößerte sich der Abstand zum Rekordhoch vom vergangenen Dienstag, das bei 23.476 Punkten lag. Händler begründeten die Zurückhaltung der Anleger mit der unklaren Haltung von Ex-Präsident Donald Trump, der am 2. April neue Zölle ankündigen will. Seine wechselhaften Aussagen sorgen für zusätzliche Nervosität.

Technisch gesehen befindet sich der DAX aktuell in einem neutralen Bereich. Laut Analysten fehlen klare Impulse, solange die Marke von 22.300 Punkten nach unten oder das Rekordhoch von knapp 23.500 Punkten nach oben nicht durchbrochen wird. Erst bei diesen Schwellen könnte es wieder zu stärkerer Marktbewegung kommen. Auch in den USA zeigen sich ähnliche Tendenzen: Der Dow Jones rutschte nach positivem Start ins Minus, während die Technologiebörse Nasdaq bereits zum Handelsbeginn unter Druck stand. Besonders betroffen waren die Aktien der größten Tech-Konzerne, die kollektiv an Wert verloren.

Etwas Unterstützung kam von besser als erwarteten Auftragszahlen für langlebige Güter in den USA. Dennoch blieb die allgemeine Risikobereitschaft gering, da mögliche Auswirkungen eines Handelskonflikts weiterhin im Raum stehen. Der Eurokurs zeigte sich unterdessen stabil und notierte knapp unter der Marke von 1,08 US-Dollar. Wirtschaftsdaten aus Frankreich und Spanien hatten nur geringe Auswirkungen auf den Kurs.

Der Goldpreis verharrte auf hohem Niveau und lag mit rund 3.018 Dollar je Feinunze nur leicht unter dem jüngsten Rekordhoch. Am Ölmarkt stiegen die Preise weiter. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am frühen Abend 73,31 Dollar, gestützt durch rückläufige US-Ölvorräte und anhaltende Zollängste.

Bei den Einzeltiteln im DAX war Siemens Energy gefragt, nachdem Pläne für sogenannte Back-up-Kraftwerke bekannt wurden. Die Porsche SE senkte ihre Dividende deutlich, nachdem das Unternehmen hohe Wertberichtigungen vornehmen musste. Im MDAX legte Renk deutlich zu. Im SDAX war ProSiebenSat.1 wegen möglicher Übernahmepläne durch MFE im Fokus. Douglas hingegen rutschte auf ein Rekordtief ab. Der chinesische Autobauer BYD kündigte eine Ausweitung seiner Auslandsgeschäfte an, während Amazon über 15 Millionen gefälschte Produkte aus dem Verkehr zog.

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