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Zölle erschüttern die Börsen weltweit

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 Zölle erschüttern die Börsen weltweit

Der deutsche Aktienmarkt erlebte gestern einen turbulenten Handelstag mit massiven Verlusten. Der DAX schloss bei 19.789 Punkten und damit 4,13 Prozent tiefer als am Vortag. Zwischenzeitlich fiel der Index auf ein Tagestief von 18.489 Punkten, was einem Minus von über zehn Prozent entsprach. Am Nachmittag kam es zu einer temporären Erholung, die den DAX auf ein Tageshoch von 20.799 Punkten trieb, bevor er wieder nachgab. Auch der MDAX zeigte eine hohe Volatilität und schloss mit einem Verlust von 3,02 Prozent bei 24.640 Punkten.

Auslöser für die Kursstürze waren die jüngsten Zollmaßnahmen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Bereits in der Vorwoche hatte die Ankündigung neuer Importzölle weltweit für Verunsicherung gesorgt. Die heutige Entwicklung verstärkte die Angst vor einem eskalierenden Handelskrieg. In Asien verzeichneten die Börsen ebenfalls deutliche Verluste. Der Nikkei in Tokio gab um fast sieben Prozent nach und schloss bei 31.475 Punkten.

US-Präsident Trump zeigte sich unnachgiebig in seiner Handelspolitik und kündigte zusätzliche Zölle gegen China in Höhe von 50 Prozent an, sollten die Gegenzölle aus Peking nicht zurückgenommen werden. Gleichzeitig stellte er Gespräche mit China ein, während er Verhandlungen mit anderen Ländern vorantreiben will. Die Märkte reagierten entsprechend nervös, da auch die Europäische Union von den Maßnahmen betroffen ist.

Die EU schlug eine Abschaffung aller Industriezölle auf beiden Seiten vor, erhielt darauf jedoch bislang keine Rückmeldung aus Washington. Parallel bereitet die EU Gegenzölle vor, die ab Mitte April in Kraft treten sollen. Derweil geht EU-Handelskommissar Maros Sefcovic mittelfristig von einer Verhandlungslösung aus, um den Streit beizulegen.

An den US-Börsen konnten die Verluste zum Wochenbeginn etwas begrenzt werden. Der Dow Jones verlor rund 1,7 Prozent, während der S&P 500 und die Nasdaq ebenfalls im Minus lagen. Analysten sprechen von einer technischen Gegenbewegung, geben jedoch keine Entwarnung. Auch die US-Notenbank gerät zunehmend unter Druck. Präsident Trump fordert Zinssenkungen, doch die Fed warnt wegen steigender Inflation vor überhasteten Maßnahmen.

Am Devisenmarkt sorgte die Schwäche des Dollar für Schwankungen. Der Euro notierte zuletzt bei 1,0909 Dollar. Der Volkswagen-Konzern konnte sich unterdessen an der Spitze des deutschen E-Auto-Markts behaupten, während Tesla auf Platz acht abrutschte. Audi stoppte vorläufig alle Fahrzeugimporte in die USA.

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