Zinssorgen bremsen DAX - Hürde bei 16.000
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Die Sorge vor möglichen weiteren Zinserhöhungen in den USA hat auch Auswirkungen auf den deutschen Aktienmarkt. Anleger sind vorsichtiger geworden und halten sich zurück. Besonders im Fokus steht weiterhin die Hürde von 16.000 Punkten im DAX, die bisher nicht überwunden werden konnte. Die jüngste Leitzinserhöhung in Kanada hat Zweifel geweckt, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche tatsächlich eine Zinspause einlegen wird. Die Federal Reserve hat in den letzten anderthalb Jahren bereits zehn Zinserhöhungen durchgeführt, um Inflation und Überhitzungstendenzen entgegenzuwirken.
Die Unsicherheit vor der US-Notenbank-Sitzung spiegelt sich auch in den Erwartungen der Anleger wider. Laut dem Fed Watch Tool der CME Group setzen derzeit 62,1 Prozent der Anleger auf eine Zinspause, während 37,9 Prozent eine weitere Zinserhöhung erwarten. Am Vortag lag der Anteil derjenigen, die mit einer Zinserhöhung rechneten, noch bei nur 21,8 Prozent.
Negativnachrichten kamen auch von der Konjunkturfront. Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone ist im ersten Quartal überraschend gesunken, was auf eine technische Rezession hindeutet. Die Euro-Wirtschaft schrumpfte bereits im vierten Quartal des Vorjahres um 0,1 Prozent. Diese Entwicklung trägt zusätzlich zur Unsicherheit bei und belastet die Stimmung der Anleger.
Auch an der Wall Street werden die Anleger vorsichtig sein. Die Futures auf die wichtigsten US-Indizes tendieren seitwärts. Die steigenden Zinserwartungen belasten vor allem die zinssensitiven Technologiewerte.
Der Euro kann sich über der Marke von 1,07 US-Dollar halten und der Goldpreis zeigt leichte Gewinne. Die Ölpreise hingegen verzeichnen leichte Verluste aufgrund von Sorgen über eine weltweite Konjunkturschwäche.
Im DAX verzeichnen Aktien von Zalando, MTU und Sartorius die größten Verluste, während Finanzwerte sowie Aktien von Continental und Porsche gefragt sind.
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt weiter entwickeln wird. Die Unsicherheit bezüglich der Zinspolitik und die Konjunktursorgen werden voraussichtlich weiterhin eine Rolle spielen und die Stimmung der Anleger beeinflussen.
