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Zinssenkungshoffnungen kühlen ab, DAX bleibt volatil

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Zinssenkungshoffnungen kühlen ab, DAX bleibt volatil

Die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) haben in den letzten Wochen zunehmend an Bedeutung gewonnen, jedoch scheint die anfängliche Euphorie an der Wall Street abzunehmen. Der DAX, der deutsche Leitindex, konnte nach einer kurzen Pause seine Aufwärtsbewegung wieder aufnehmen und schloss 0,5 Prozent höher bei 18.448 Punkten. Dieser Anstieg reichte jedoch nicht aus, um den vorherigen Kursrückgang vollständig auszugleichen. Die Hoffnung auf eine Zinswende in den USA im September bleibt weiterhin ein entscheidender Faktor für die Kursbewegungen.

Trotz der positiven Entwicklung wird der Markt mit Vorsicht betrachtet. Charttechniker warnen, dass der DAX nach einer Phase raschen Wachstums möglicherweise "überkauft" sei, was gegen weitere signifikante Kursgewinne sprechen könnte. Zudem befindet sich der DAX im Wochenchart weiterhin in einem Abwärtstrend. Nur ein Anstieg über das Hoch vom Dienstagmorgen bei 18.495 Punkten könnte eine neue Aufwärtsdynamik auslösen. Gleichzeitig wird die Entwicklung der US-Börsen genau beobachtet. Während der Dow Jones um 0,1 Prozent ins Minus rutschte, konnten Technologiewerte an der Nasdaq um 0,2 Prozent zulegen.

Die revidierten US-Arbeitsmarktdaten, die deutlich weniger neue Stellen als ursprünglich gemeldet ausweisen, haben die Erwartungen an eine Zinssenkung durch die Fed verstärkt. Zwischen April 2023 und März 2024 wurden im Durchschnitt 68.000 Stellen pro Monat weniger geschaffen als zunächst angenommen. Diese Korrektur der Arbeitsmarktdaten hat die Diskussion um die Notwendigkeit einer Zinssenkung zusätzlich befeuert. Vor diesem Hintergrund richtet sich die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte auf das anstehende Notenbankertreffen in Jackson Hole, bei dem Fed-Chef Jerome Powell am Freitag eine Rede halten wird. Anleger befürchten, dass Powell die Erwartungen an eine kurzfristige Zinssenkung nicht weiter verstärken könnte, was zu Enttäuschungen führen könnte.

Parallel dazu zeigt sich der Euro stark und erreichte mit 1,1143 Dollar den höchsten Stand seit Juli 2023. Diese Stärke des Euro ist jedoch hauptsächlich auf die Schwäche des US-Dollars zurückzuführen, die durch die Aussicht auf Zinssenkungen in den USA verursacht wird. Der Goldpreis, der in den vergangenen Wochen aufgrund der Zinsspekulationen stark gestiegen war, gab zur Wochenmitte leicht nach und notierte bei 2.509 Dollar je Feinunze, rund 22 Dollar unter dem Rekordhoch vom Dienstag. Die Rohölpreise gingen ebenfalls leicht zurück, obwohl die Ölreserven in den USA unerwartet stark gesunken sind.

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