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Zinshoffnungen treiben DAX nach oben

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Zinshoffnungen treiben DAX nach oben

Die Aussicht auf mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve sorgte am deutschen Aktienmarkt für eine positive Stimmung. Der DAX verzeichnete einen Anstieg um 0,5 Prozent und schloss bei 18.726 Punkten. Zwischenzeitlich erreichte der Leitindex sogar 18.800 Punkte und näherte sich damit seinem Rekordstand von Anfang September. Trotz der Gewinne blieben die Konjunkturerwartungen in Deutschland gedämpft. Das ZEW-Barometer für die wirtschaftlichen Aussichten sank um 15,6 Punkte auf 3,6 Zähler, der niedrigste Stand seit fast einem Jahr. Ökonomen hatten mit einem moderateren Rückgang gerechnet. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die zweite Septemberhälfte traditionell eine schwache Phase für den Aktienmarkt darstellt.

Die US-Notenbank wird heute über ihren weiteren Zinskurs entscheiden. Es wird erwartet, dass die Fed den Leitzins zum ersten Mal seit vier Jahren senkt, um eine Zinswende einzuleiten. Die genaue Höhe der Zinssenkung ist jedoch unklar und hängt von den Konjunkturdaten ab. Analysten wie Thomas Altmann von QC Partners gehen davon aus, dass die Tendenz in Richtung einer Zinssenkung um 50 Basispunkte geht, was einen großen Zinsschritt darstellen würde. Diese Spekulationen führten an der Wall Street zu neuen Höchstständen, der Dow Jones erreichte im bisherigen Verlauf bis zu 41.836 Punkte.

Auch die Ölpreise zogen im Tagesverlauf an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am Abend 73,74 Dollar, was einem Anstieg von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht. Die Preisentwicklung bei US-Öl zeigte ähnliche Tendenzen, wobei der Preis zu Beginn der Woche erneut über 70 Dollar gestiegen war.

In der Chipindustrie gab es ebenfalls Neuigkeiten. Der kriselnde US-Chipkonzern Intel verschiebt den Bau eines geplanten Werks in Magdeburg um zwei Jahre. Ursprünglich sollte der Bau in diesem Jahr beginnen, doch das Unternehmen hat ein Sparprogramm eingeleitet. Die Bundesregierung hatte staatliche Hilfen in Höhe von 9,9 Milliarden Euro zugesagt, doch es bleibt unklar, ob das Projekt wie geplant umgesetzt wird. Gleichzeitig schreitet der Bau einer Chipfabrik des taiwanesischen Unternehmens TSMC in Dresden planmäßig voran.

Auch abseits der Zins- und Börsenbewegungen gab es Neuigkeiten aus der Wirtschaft. Amazon plant, ab Anfang 2025 die Möglichkeit zum Homeoffice zu streichen und fordert von seinen Mitarbeitern, wieder vollständig im Büro zu arbeiten. <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft kündigte derweil an, eigene Aktien im Wert von 60 Milliarden Dollar zurückzukaufen und die Dividende um zehn Prozent zu erhöhen. Dies ist Teil einer umfassenden Strategie, um die Aktionäre des Unternehmens weiter zu belohnen.

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