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ZF plant Ausgliederung der Antriebssparte

Neue Fokussierung auf spezialisierte Geschäftsbereiche und strategische Partnerschaften

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ZF plant Ausgliederung der Antriebssparte

ZF prüft derzeit die Ausgliederung seiner Antriebssparte, was das Unternehmen von einem Komplettanbieter zu einem spezialisierten Zulieferer machen würde. Medienberichten zufolge könnte dieser Schritt noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Ein solcher Carve-out würde es ZF ermöglichen, die Antriebstechnologie zu sanieren und gegebenenfalls mit strategischen Partnern oder Investoren eine neue Wachstumsstrategie zu verfolgen. Der Verkauf der Sparte wird als wenig wahrscheinlich eingeschätzt, da die anderen Geschäftsbereiche wie Bremsen und Lastwagen auf die Antriebstechnologien angewiesen sind. Zudem zeigte das Unternehmen bereits bei der Abspaltung der Airbag-Sparte, dass der Automobilmarkt zögerlich ist, und die Suche nach einem Käufer schwierig sein kann.

Die Antriebstechnologie selbst steht unter Druck, da Autohersteller unentschlossen sind, welche Technologie sie langfristig bevorzugen werden. Dies erschwert die Finanzierung der Elektromobilität, vor allem in Anbetracht der hohen Verschuldung von ZF, die Investitionen bremst. In der Vergangenheit hat ZF jedoch schon ähnliche Partnerschaften wie mit Foxconn im Bereich Achsmontage geschlossen, um Investitionen zu teilen und sich finanziell zu entlasten. Diese Strategie könnte sich auch bei der Antriebssparte als erfolgversprechend erweisen.

Die Ausgliederung der Antriebssparte würde das Ende der von ZF in den letzten Jahren verfolgten Strategie "Next Generation Mobility" markieren. Diese Strategie hatte das Ziel, ZF als Systemlieferanten für fast alle Komponenten eines Fahrzeugs zu etablieren. Nun dürfte das Unternehmen künftig stärker auf Spezialgebiete setzen, die bereits im Markt etabliert sind. Besonders die Bereiche Lastwagen, Fahrwerksteuerung und das Ersatzteilgeschäft bieten stabile Perspektiven. Die Sparte "Chassis Solutions", zu der auch Fahrwerksteuerungen, Federungen und Bremssysteme gehören, ist bereits heute technologisch gut aufgestellt und findet auch bei neuen chinesischen Autoherstellern Abnehmer. Auch im Bereich der Nutzfahrzeuge dürfte ZF profitieren, da dieser Markt in den kommenden Jahren voraussichtlich wachsen wird.

Ein weiteres Potenzial sieht ZF im Ersatzteilgeschäft, das durch die längere Lebensdauer von Fahrzeugen und die damit verbundenen Reparaturen und Wartungen begünstigt wird. In den Bereichen Fahrassistenz und Automatisierungslösungen für die Industrie hingegen könnte es schwieriger werden. Hier bleibt abzuwarten, ob ZF in der Lage sein wird, die notwendigen Entwicklungen voranzutreiben, um in diesen Zukunftsmärkten erfolgreich zu sein.

ZF FriedrichshafenTechnologieMobilität

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