ANZEIGE

Yen fällt auf 160: Japan warnt vor Intervention an Devisenmärkten

Der Yen erreicht die kritische 160er-Marke – Japans Finanzministerin warnt und BoJ-Chef Ueda hält eine richtungsweisende Rede.

•• 3 Min
Yen fällt auf 160: Japan warnt vor Intervention an Devisenmärkten

Der japanische Yen hat im frühen Handel kurzzeitig die Marke von 160 pro US-Dollar berührt – zum ersten Mal seit dem 30. April. Damit wurden sämtliche Gewinne zunichtegemacht, die Japan durch seine Rekordintervention an den Devisenmärkten erzielt hatte. Die Schwäche der Währung löste umgehend neue Warnungen der japanischen Finanzministerin aus.

„In Bezug auf die Devisenkurse werden wir jederzeit angemessen reagieren, wenn es notwendig ist", sagte Finanzministerin Satsuki Katayama auf einer Pressekonferenz, nachdem die Regierung einen Nachtragshaushalt verabschiedet hatte. Die Aussage ist eine klare Warnung an Spekulanten, die den Yen weiter unter Druck setzen.

Rekordintervention verpufft

Daten vom Freitag hatten gezeigt, dass Japan seit April insgesamt 11,7 Billionen Yen – umgerechnet rund 73,14 Milliarden US-Dollar – eingesetzt hat, um die eigene Währung zu stützen. Dies ist die umfangreichste Interventionsrunde innerhalb eines einzigen Monats, die Japan je durchgeführt hat. Am 30. April war der Yen auf ein fast zweijähriges Tief von 160,725 pro US-Dollar gefallen, bevor er durch mehrere mutmaßliche Kaufinterventionen auf bis zu 155 anstieg. Seitdem hat die Währung jedoch wieder kontinuierlich an Wert verloren.

Yen-Kaufinterventionen erfordern den Verkauf von Auslandsvermögen. Japan hielt Ende April davon noch rund eine Billion US-Dollar. „Die Wahrscheinlichkeit einer Intervention steigt über Null, wenn die 160er-Marke näher rückt, und nimmt deutlich zu, falls die 162 gehandelt wird", schrieb Brent Donnelly, Präsident des Analyseunternehmens Spectra Markets, in einem Kommentar.

Alle Augen auf BoJ-Chef Ueda

Im Mittelpunkt des Markttages stand eine mit Spannung erwartete Rede von Bank-of-Japan-Gouverneur Kazuo Ueda. Beobachter erhofften sich Hinweise darauf, ob die Zentralbank im Juni die Zinsen anheben könnte – ein Schritt, der dem Yen Auftrieb verleihen würde. Der Krieg im Iran erhöht dabei den Preisdruck und macht die Lage komplizierter.

Hirofumi Suzuki, Chef-Devisenstratege bei SMBC, dämpfte jedoch die Erwartungen: „Gouverneur Ueda dürfte eine positive Haltung gegenüber einer Zinserhöhung beibehalten, während er gleichzeitig auf die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Lage im Nahen Osten verweist." Suzuki fügte hinzu: „Er wird es wahrscheinlich vermeiden, ein definitives Signal zu geben – infolgedessen könnten seine Kommentare dem US-Dollar/Yen-Kurs keine klare Richtung geben."

Eine weitere Schlüsselfrage für die Märkte ist, ob Premierministerin Sanae Takaichi und ihre Regierung eine weitere geldpolitische Straffung durch die Zentralbank mittragen. Takaichi gilt als fiskalpolitisch taubenhaft und bevorzugt in der Regel expansive Maßnahmen. Finanzministerin Katayama erklärte jedoch, sie sei in verschiedenen Aspekten weitgehend mit dem BoJ-Gouverneur einer Meinung, und betonte, dass Ueda und Takaichi bei einem jüngsten Treffen „sehr konstruktive Gespräche" geführt hätten.

Nahost-Krise trifft Japan besonders hart

Die seit drei Monaten andauernde Krise im Nahen Osten belastet Japans Wirtschaft und Währung in besonderem Maße. Als rohstoffarmes Land importiert Japan den Großteil seines Öls und muss dafür in US-Dollar bezahlen – was die Nachfrage nach der amerikanischen Währung und damit den Druck auf den Yen erhöht. Dies verschärft den bereits bestehenden Abwärtstrend, der durch den vorsichtigen Kurs der BoJ bei Zinserhöhungen und die Erwartung umfangreicherer fiskalischer Anreize angeheizt wird.

Marktbeobachter registrieren zudem eine veränderte Strategie der japanischen Regierung. Frühere Regierungen konzentrierten sich bei Interventionsentscheidungen vor allem auf die Geschwindigkeit der Marktveränderungen. Die Regierung Takaichi scheint hingegen stärker auf die Verteidigung konkreter Kursmarken zu setzen. „Ich denke, sie haben den Marktteilnehmern erfolgreich vermittelt, dass 160 die Marke ist, bei der man vorsichtig sein muss", sagte Bart Wakabayashi, Niederlassungsleiter bei State Street in Tokio. „Sie haben die 160 definitiv als ein Niveau markiert, bei dem wir verstärkte verbale Interventionen und Spannungen sehen werden."

YenJapanische WährungBank Of JapanDeviseninterventionUsd/JpyKazuo UedaWechselkurs

Meistgelesene News

  1. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.