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Xi und Putin stärken Partnerschaft und kritisieren US-Raketenabwehr

Chinas Präsident Xi und Russlands Putin unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung – ein Pipeline-Durchbruch blieb jedoch aus.

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Xi und Putin stärken Partnerschaft und kritisieren US-Raketenabwehr

Chinas Präsident Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin haben sich am Mittwoch in Peking getroffen, um ihre umfassende strategische Partnerschaft zu bekräftigen. Putin wurde in der Großen Halle des Volkes mit einer Ehrenwache, Salutschüssen und Kindern empfangen, die chinesische und russische Flaggen schwenkten. Das Treffen fand nur wenige Tage nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking statt, der mit ähnlichen zeremoniellen Ehren bedacht worden war.

Im Anschluss an die Gespräche unterzeichneten beide Staatschefs eine gemeinsame Erklärung mit einem Umfang von 9.935 Wörtern. Das Dokument deckt ein breites Themenspektrum ab, darunter nukleare Sicherheit, Taiwan und den Artenschutz. Zusätzlich wurden weitere 20 Dokumente zu Themen unterzeichnet, die von Sanitärnormen bis hin zur Kernenergie reichen.

Kritik am „Golden Dome"-Projekt

Russland und China nutzten die gemeinsame Erklärung, um scharfe Kritik an den USA zu üben. Die beiden Nationen erklärten, dass Trumps Pläne für den Raketenabwehrschirm „Golden Dome" die strategische Stabilität gefährdeten. Zudem kritisierten sie Washington dafür, nicht an einem Nachfolger für einen wegweisenden Atomvertrag zu arbeiten. In der Erklärung warnten beide Länder davor, dass der Welt eine potenzielle Rückkehr zum „Gesetz des Dschungels" drohe, und stellten fest, dass Versuche einiger Länder, das Weltgeschehen in einem kolonialen Geist zu dominieren, gescheitert seien.

Pipeline „Power of Siberia 2" ohne Durchbruch

Ein zentrales Thema des Treffens war die geplante Erdgaspipeline „Power of Siberia 2", die Gas von Nordsibirien über die Mongolei nach China transportieren soll. Der Kreml erklärte, dass ein allgemeines Einvernehmen über das Projekt erzielt worden sei – wichtige Details und ein konkreter Zeitplan müssten jedoch noch vereinbart werden. Russland und China verhandeln bereits seit Jahren über das Vorhaben, wobei Fragen zur Preisgestaltung weiterhin ungeklärt sind. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren keine größeren Abkommen zwischen den beiden Ländern finalisiert worden.

Die wirtschaftliche Verflechtung beider Länder ist erheblich: China ist mit einem Handelsvolumen von rund 240 Milliarden US-Dollar laut russischen Angaben Russlands größter Handelspartner und der bedeutendste Abnehmer von russischem Rohöl. Russland rangiert seinerseits als Chinas fünftgrößter Handelspartner – hinter den Vereinigten Staaten, Japan, Korea und Vietnam.

Russland setzt auf chinesische Chips für KI

Am Rande des Treffens machte auch ein technologiepolitisches Thema Schlagzeilen. Der CEO der russischen Sberbank, German Gref, erklärte, dass Russland hoffe, sein KI-Modell „GigaChat" künftig mit in China hergestellten Chips zu betreiben. Westliche Sanktionen verwehren Russland weiterhin den Zugang zu fortschrittlicher Hardware aus westlichen Ländern, was Moskau zunehmend in die Abhängigkeit von chinesischer Technologie treibt. Dies unterstreicht die wachsende technologische Dimension der sino-russischen Partnerschaft, die weit über Energie und Handel hinausgeht.

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