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Wirtschaftliche Erschütterungen in Israel

Internationale Unternehmen ziehen Konsequenzen, Börsen und Industrie reagieren

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Wirtschaftliche Erschütterungen in Israel

Die Konflikte in Israel, ausgelöst durch einen intensiven Angriff der Hamas, hinterlassen spürbare Spuren in der Wirtschaft des Landes. Die Börse in Tel Aviv erlebt einen erheblichen Einbruch, mit einem fast siebenprozentigen Rückgang der wichtigsten Aktienindizes, wobei Bankaktien mit einem Verlust von neun Prozent eine besonders negative Entwicklung verzeichnen. Ebenfalls erlebt der Markt für israelische Staatsanleihen mit einem Rückgang von bis zu drei Prozent eine direkte, negative Reaktion auf die derzeitige politisch-militärische Situation, den größten Angriff seit Jahrzehnten.

Die nationale Währung, der Schekel, hat aufgrund eines kontrovers diskutierten Plans der Regierung zur Justizreform bereits vor den Konflikten an Wert verloren, und Analysten wie Jonathan Katz, Chefökonom von Leader Capital Markets, prognostizieren aufgrund der aktuellen Lage eine weitere Abwertung. Katz erwartet, dass die aktuelle Welle der Gewalt intensiver und langwieriger als vorherige sein wird, was insgesamt deutlich negativere Auswirkungen auf Wirtschaft und Staatsbudget haben wird. Im Zuge dessen könnte es erforderlich werden, dass die Zentralbank eingreift, um den Kurs der Landeswährung durch den Verkauf von Devisen zu stabilisieren.

Die Folgen der Konflikte betreffen ebenfalls internationale Unternehmen und deren Aktivitäten in Israel. Beispielhaft haben US-amerikanische Fluggesellschaften wie Delta Air Lines und United Airlines ihre Flüge nach Israel gestrichen bzw. vorübergehend ausgesetzt. Auch Air India hat seine Verbindungen nach Tel Aviv bis Mitte Oktober gestrichen. Ein besonders schlagzeilenträchtiger Einfluss auf die Technologiebranche manifestiert sich durch die Entscheidung des global agierenden Chip-Herstellers Nvidia, einen geplanten KI-Gipfel in Tel Aviv abzusagen, bei dem auch Konzernchef Jensen Huang sprechen sollte.

Trotz der herausfordernden Situation und teilweisen Betriebsschließungen, insbesondere in den Bereichen des Einzelhandels, bleibt die industrielle Produktion in Israel weitgehend intakt, wie der israelische Industrieverband betont. Dieser Schritt soll vor allem eine Verknappung von Lebensmitteln und anderen essenziellen Produkten verhindern. Ron Tomer, Präsident des Verbandes, gibt sich trotz des Raketenbeschusses und daraus resultierendem Arbeitskräftemangel zuversichtlich, dass es den Israelis auch in Zeiten des Notstands an nichts mangeln wird.

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