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Wilds Winter-Portfolios 2025-26: Beide schlagen den FTSE 350

Mit starken Abschlussmonaten übertrafen beide saisonalen Portfolios von Lee Wild den britischen Vergleichsindex FTSE 350 deutlich.

3 Min
Wilds Winter-Portfolios 2025-26: Beide schlagen den FTSE 350

Die saisonalen Winter-Portfolios von Lee Wild (Interactive Investor) haben die Wintersaison 2025-26 mit beeindruckenden Ergebnissen abgeschlossen. Beide Portfolios übertrafen den Benchmark-Index FTSE 350, der im April um 2,4% zulegte und damit eine saisonale Rendite von 6,2% erzielte. Ein außergewöhnlich starker Abschlussmonat April war dabei der entscheidende Faktor.

Das „Consistent Winter Portfolio" stieg im April allein um fast 10% und verwandelte damit einen bis dahin bescheidenen Verlust in einen Sechsmonatsgewinn von 6,3%. Das risikoreichere „Aggressive Winter Portfolio" legte im April um 5% zu und schloss den Winter mit einem Plus von 6,7% ab – und war damit der stärkere Performer der beiden Strategien.

Starkes Umfeld trotz globaler Unsicherheiten

Der Weg dorthin war alles andere als geradlinig. Lee Wild hatte zu Beginn der Saison im Oktober auf Risiken hingewiesen: Refinanzierungskosten, Inflation und die unberechenbare Politik von US-Präsident Trump. Tatsächlich sorgten internationale Spannungen, eine Ölkrise sowie allgemeine Marktvolatilität für einen schleppenden Start. Dennoch gaben eine starke Quartalsberichtssaison und eine neue Nachfrage nach Technologie- und KI-Aktien den Märkten Auftrieb. Die Wall Street erreichte neue Rekordhöhen, und der Optimismus schwappte auf den britischen Markt über. Der FTSE 100 liegt im Jahr 2026 bislang rund 4% im Plus.

Wild's Consistent Winter Portfolio: Gewinner und Verlierer

Im „Consistent Portfolio" war der IT-Dienstleister Computacenter der klare Spitzenreiter. Eine Rally von 25,5% im April weitete die Wintergewinne auf insgesamt 30,1% aus – angetrieben durch eine Anhebung der Gewinnprognosen, da Kunden sich beeilten, Lieferungen zu sichern. Auch der Sicherheitstechnik-Mischkonzern Halma überzeugte: Ein Anstieg von 16% im April brachte die Winterrendite auf 24,3% – deutlich über dem Zehnjahresdurchschnitt von 10%. Der Versicherer Admiral Group erlebte einen schwierigen Januar, erholte sich aber im April um über 7% und erzielte am Ende einen Sechsmonatsgewinn von 3,1%.

Auf der Verliererseite stach der Bus- und Bahnbetreiber FirstGroup hervor. Trotz einer beeindruckenden historischen Bilanz – in neun von zehn vorangegangenen Wintern gestiegen, mit einem Durchschnittsgewinn von 14,3% – verlor die Aktie in dieser Saison 22,6%. Kurz nach Saisonbeginn legte FirstGroup gemischte Ergebnisse vor und kündigte kein neues Aktienrückkaufprogramm an. Auch der Erfrischungsgetränkehersteller AG Barr enttäuschte trotz einer Bilanz von neun positiven Winterrenditen in zehn Jahren und schloss mit einem Minus von 4,2%.

Wild's Aggressive Winter Portfolio: Keller und Games Workshop glänzen

Im risikoreicheren „Aggressive Portfolio" war das Ingenieurbüro Keller Group der herausragende Performer. Eine Rally von 16% im April krönte einen außergewöhnlichen Winter, in dem die Aktie insgesamt fast 41% an Wert gewann. Das Fantasy-Wargames-Unternehmen Games Workshop Group erzielte ebenfalls starke Ergebnisse: Nach einem zwischenzeitlichen Rücksetzer erholte sich die Aktie auf ein Rekordhoch und schloss mit einem Plus von 22,3% für die sechsmonatige Strategie.

Der Rüstungskonzern BAE Systems profitierte vom anhaltend hohen Verteidigungsbedarf in Europa und den USA – ein Trend, der seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine besteht und durch den Druck von Präsident Trump auf NATO-Mitglieder, mehr für ihr Militär auszugeben, weiter verstärkt wurde. Trotz eines Verlusts von 7% im letzten Wintermonat erzielte BAE Systems eine Saisonrendite von 9,2%.

Auch im aggressiven Portfolio hinterließ FirstGroup Spuren und schloss erneut mit einem deutlichen Minus. Hinzu kam die Hilton Food Group, die weniger als zwei Wochen nach Saisonstart eine Gewinnwarnung für 2026 ausgab. Als Gründe nannte das Unternehmen Inflationsauswirkungen auf die Nachfrage nach Weißfisch sowie Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme einer griechischen Lachsfabrik. Die Aktie fiel um rund 25% und erholte sich kaum, sodass sie den Winter mit einem Minus von 16,4% abschloss.

Trotz dieser Rückschläge bewiesen beide Portfolios, dass eine saisonale Strategie mit sorgfältig ausgewählten britischen Aktien auch in einem volatilen Marktumfeld den Vergleichsindex schlagen kann. Die Kombination aus starken Einzelwerten und einem robusten Abschlussmonat April war letztlich der Schlüssel zum Erfolg dieser Wintersaison.

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